Am Ende wieder im festen Griff der Pandemie

Neue Corona-Welle, Glasfaserausbau und ein vergessenes Jubiläum

Die „Queen Arendsee“.
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Der 30. Geburtstag der „Queen Arendsee“ ging 2021 im Corona-Getöse unter.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Das letzte Quartal des Jahres 2021 zeigte deutlich, wie zerbrechlich der Alltag manchmal sein kann. Ein Rückblick von Oktober bis Dezember (siehe Printausgabe für die anderen drei Quartale).

Arendsee – Das Arendseer Rathaus sei keine Festung, wurde im Herbst noch betont. Als jedoch die nächste Corona-Welle aufkam, ging es schnell wieder in die andere Richtung, inklusive Testpflicht vor politischen Zusammenkünften. Knapp eine Woche lang wurde die Verwaltungsarbeit durch die Folgen eines Hackerangriffs beim EDV-Dienstleister gestört. Größere Schäden blieben aber aus. In Thielbeer brannte mitten im Ort eine Scheune nieder. Dadurch wurde die ohnehin akute Löschwasserdiskussion erneut angefacht.

Größtes mediales Thema war der angestrebte Glasfasernetzausbau in Arendsee und einigen Ortschaftszentren. Ein Bericht der AZ über den mangelnden Fortschritt sorgte im Hintergrund für einigen Wirbel, kurbelte aber die Nachfrage an – so hieß es. Gar keinen Fortschritt stellten diejenigen fest, die nach wie vor mit 30 km/h durch Binde fahren müssen. Die Sanierung der B 190 steht jedoch weiterhin auf dem Plan.

In anderen Bereichen ging es allerdings voran: Bürgermeister Norman Klebe präsentierte die neue Internetseite der Stadt. Auf dem Marktplatz wurde zudem eine Solarbank errichtet, die Handys aufladen kann und WLAN-Zugang bietet. An der Lindenstraße verschwand die alte Kita-Ruine. Dort sollen neue Wohnungen entstehen.

Der neue Seniorenbeauftragte der Stadt, Jörg Fuchs aus Schrampe, machte gleich nach seiner Wahl deutlich, dass er sein Ehrenamt ernst nimmt und sein Rederecht einfordern wird. Emanzipieren wollen sich auch die Arendseer, die mit Genzien und Gestien einen eigenen Ortschaftsrat forderten. Kommen soll ebenfalls ein Brachflächenkataster – das Jahr 2022 wird spannend.

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