Von Lohne nach Packebusch gelten 60 km/h / Ministerbesuch angekündigt

Ruckelpiste L 12 macht Probleme

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Die Fahrbahn – eher eine Ortsverbindung – zwischen Lohne und Packebusch hat den Status einer Landesstraße. Und wegen der vielen Probleme wird am 25. Februar der Verkehrsminister erwartet. 

Lohne – Die Landesstraße 12 ist marode. Besonders im Bereich zwischen Lohne und Packebusch. Mehrere Ortstermine hat es schon gegeben, erfuhr die AZ aus der Landesstraßenbaubehörde (LSBB).

Doch die Fachleute, unter ihnen deren Chef Manfred Krüger, wissen derzeit nicht, wie das Problem gelöst werden soll. Geht es um eine einfache Lösung, eine neue Straßendecke, dann sei das Problem wohl nur halbherzig angegangen, hieß es. Doch bei einem grundhaften Ausbau mit normgerechter Breite der Straße würde Grunderwerb notwendig werden. „Ein Baurechtsverfahren ist dann unumgänglich, weil wir auch eine veränderte Linienführung und natürlich die neue Breite berücksichtigen müssten“, so der Fachmann.

Derzeit gelten teilweise 60 Stundenkilometer auf der Strecke. Zum Schutz der Verkehrsteilnehmer, wie es in der Begründung heißt. Denn durch die unzähligen Dellen und Risse in der Straße könnten sich die Fahrzeuge enorm aufschaukeln. Der AZ wurde bekannt, dass es sogar Meinungen gab, dass die Geschwindigkeit auf 30 km/h abgesenkt werden sollte. Auf Nachfrage der AZ erklärte Krüger, dass diese Geschwindigkeit außerhalb von Ortschaften nicht angesetzt werde. Also kein Thema sei.

Doch die Straße bereitet Kopfschmerzen. Und wie sehr, zeigt sich in der Ankündigung, dass es am 25. Februar einen offiziellen Ministertermin in Packebusch geben wird. Verkehrsminister Thomas Webel will sich während einer offiziellen Befahrung der Strecke ein Bild von den Problemen machen, mit denen die Bewohner der Orte und die vielen Pendler täglich leben müssen. Eventuell werde dann schneller eine Lösung gefunden, hoffen die Betroffenen.

Bis dahin müssen sie die Straße, die diese Bezeichnung kaum noch verdient und eher eine Ortsverbindung ist, täglich nutzen. Oder besser schleichen, um an ihr Ziel zu kommen.

VON HARRY GÜSSEFELD

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