Altmark: Schulsanitäterdienst vorangetrieben / Babysitting kommt gut an

Rotes Kreuz will Jugendarbeit ausweiten

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Die neugewählte Landesleitung des Jugendrotkreuzes: Anna Winter (v.l.), Sabrina Keil, Florian Falky und Melanie Koch.

swz Arendsee / Altmark. Erstmals wurde Arendsee für die Landeskonferenz des Jugendrotkreuzes (JRK) ausgewählt. Wie der Landesleiter Christoph Keil betonte, möchte der Verband verstärkt auch im nördlichen Landesteil präsent sein.

So wurde die integrative Ferienfreizeit „Kinder-Sommer“ im Kinder- und Jugenderholungszentrum Arendsee organisiert. Diese Veranstaltung soll nun zur Tradition werden.

Im Mittelpunkt der Beratungen am Sonntag stand der Jahresbericht und die Neuwahl des JRK-Vorstandes. Christoph Keil ging auch auf die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes ein. „So haben wir im Rahmen der Wettbewerbe und des Kinder-Sommers überdurchschnittlich viele Abgeordnete und Bürgermeister begrüßen können, denen wir die JRK-Arbeit und aktuelle Herausforderungen näher bringen konnten“, berichtete er. Doch auch im DRK Bundesvorstand sowie beim Präsidium des Landesverbandes sieht Christoph Keil das JRK gut angenommen.

Das JRK konnte zwei externe Kooperationen entscheidend vorantreiben. So wurde mit der AOK Sachsen-Anhalt eine umfassende Zusammenarbeit zum Body-Grips-Mobil abgeschlossen. Zudem konnten Schulsanitäterdienste vorangetrieben werden. Auf die Bildungsangebote des Verbandes eingehend, betonte Christoph Keil, dass besonders die externen Maßnahmen wie die Ferienfreizeitschulungen oder das Babysitting sehr gut ankommen. Hingegen mussten Seminare zur Leitungskräfteschulung und Jugendleiterausbildung mehrfach mangels Beteiligung abgesagt werden.

Christoph Keil ging auch auf einige noch offene Probleme ein. So ist es nicht in allen 21 DRK-Kreisverbänden gelungen, ein funktionierendes JRK aufzubauen. Am Ende des Jahres 2017 engagierten sich 2 392 Menschen im Jugendrotkreuz. Dies sind 724 Mitglieder oder 23 Prozent weniger als im Jahr davor. Als Ursache für den starken Rückgang um fast ein Viertel der Mitglieder sieht die Landesleitung die neue Art der Statistik an, da noch nicht alle Kreisverbände ihre DRK-Server anlegten.

Nach zahlreichen weiteren Vorträgen über die künftigen Aufgaben des JRK erfolgte zum Abschluss der Tagung am Sonntag schließlich die Neuwahl der Landesleitung für die kommenden vier Jahre. Neuer Landesleiter ist Florian Falky. Anna Winter, Sabrina Keil und Melanie Koch wurden in Arendsee als seine Stellvertreter gewählt.

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