Turmsanierung dieses Jahr / Pfarrer: Zwei Gotteshäuser auf Dauer zu teuer

Rettung für Johanniskirche

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Der Turm der Johanniskirche soll in diesem Jahr für rund 150 000 Euro saniert werden. Balken sind morsch, und einige der Schieferplatten sind bereits abgefallen.

Arendsee. In diesem Jahr soll mit dem Sanieren des Turms der Arendseer Johanniskirche begonnen werden. Das erfuhr die AZ auf Nachfrage bei Marco Schönhoff, Baureferent des Kirchenkreises Stendal. Wann genau, das stehe noch nicht fest, hieß es.

Die 150 000 Euro teure Maßnahme soll allerdings noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. „Wir befinden uns derzeit in der Genehmigungsplanung und verhandeln mit dem Architekten“, so Schönhoff.

Fäulnis und Holzböcke machen der Statik der Johanniskirche zu schaffen. 2009 gab es eine Notsicherung. Doch die hält nicht ewig. Seitdem läuten die Glocken auch nicht mehr. Die Schwingungen würden das Gebäude zusätzlich belasten.

Arendsees scheidender Pfarrer Dr. Eberhard Bürger (siehe auch Artikel rechts) identifiziert die vier morschen Balken, die die Turmspitze tragen, als das Hauptproblem für die Instabilität. Außerdem seien bislang mindestens drei Schieferplatten vom Turm abgefallen, weil die Kupfernägel nicht mehr hielten. „Bei einem Sturm müsste das Gelände eigentlich abgesperrt werden“, so der Geistliche.

Eine andere Sorge ist finanzieller Natur. „Die Kirchengemeinde kann auf Dauer nicht zwei Kirchen unterhalten“, erklärt Dr. Bürger. Die andere ist die Klosterkirche.

Eine Idee sieht daher vor, die Johanniskirche auch für andere Veranstaltungen oder Versammlungen zu öffnen. „Aber das ist derzeit noch Zukunftsmusik“, meint Pfarrer Bürger. Das Gotteshaus wird vom Erntedankfest bis Jahresende und an großen Markttagen genutzt.

Von Jens Heymann

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