Infrastruktur-Schäden unübersehbar / Kleinere Probleme aus denen große Sorgen werden können

Reparaturliste wird immer länger

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Holperstellen: Die Fahrbahn der Friedensstraße im Bereich der Kreuzung Marktplatz weist wellige Bereiche auf. An einigen Stellen fehlen auch Fugen. Hinzu kommt, dass Oberflächen von Steinen Schaden genommen haben (rechtes Bild). Sie sind abgeplatzt. 

Arendsee. „Vorsicht Löcher“ rufen sich so manche Passanten zu, die direkt neben der Lindenstraße zwischen Seglerhafen und Bleiche unterwegs sind. Dort sacken an einer Stelle einige Steine des ansonsten intakten Weges ab. Wohl keine große Sache, wenn sie repariert wird.

Aber aus solchen überschaubaren Stellen können ohne Pflege auch größere Bauprojekte, die dann viel Geld verschlingen, werden. Gefährliche Punkte gibt es im Stadtgebiet etliche.

Während Ortschaftsräte in ihren Dörfern Probleme von zerfahren Banketten, schiefen Gehwegen und kaputten Spielgeräten immer wieder ansprechen, gibt es solch ein kommunalpolitisches Gremien direkt für den größten Ort der Einheitsgemeinde – Arendsee – nicht. Wer mit offenen Augen in der Innenstadt unterwegs ist, sieht und spürt den Pflegebedarf bei der Infrastruktur.

So holpert es am Marktplatz, inbesondere im Kreuzungsbereich. Die vor einigen Jahren ausgebaute Friedensstraße hat nicht mehr überall ebenes Pflaster. Teilweise sind inzwischen Wellen entstanden. Hinzu kommt: Die oberen Schichten von Pflastersteinen platzen ab. Was diese Entwicklung angeht, gab es einst eine Vermutung von Verwaltung und Kommunalpolitik. Die Hufe von Pferden könnten die Schäden verursacht. Diese Diskussion scheint inzwischen verebbt, kaputte Steine liegen aber weiter in der Erde.

Fehlender Sand: Der Mühlenstraßen-Gehweg ist uneben.

Eine Straße weiter werden Anlieger immer wieder von Wasserrohrbrüchen belastet. Während die Leitungen in der Mühlenstraße repariert und Löcher geschlossen wurden, ist der unbefestigte Gehweg uneben. Der Wasserverband Stendal-Osterburg hat nach Bauarbeiten den alten Zustand an einigen Stellen wieder hergestellt.

Nasse Fahrbahn: Ein Teilstück der Alten Poststraße, die zum Hundesportplatz führt, wird bei Regen zum kleinen See.

Der Gehweg bereitet trotzdem Sorgen. Bereiche sind durch weggespülten Sand so tief, dass Autos aufsetzen können, wenn sie auf Grundstücke gesteuert werden. Von der Stadt hieß es immer wieder, für solche Instandsetzungsarbeiten, die die allgemeine Verkehrssicherheit erhöhen würden, wäre nicht genügend Geld da. Wassersorgen gibt es auch an einem Teilstück der Alten Poststraße. Dort sind die Löcher so tief, dass bei Regen ein See entsteht.

Unfallgefahr: Der Gehweg Lindenstraße hat Reparaturbedarf.

Im Bereich Straßenreparaturen wurden von der Kämmerei für die gesamte Einheitsgemeinde 45 000 Euro in den Haushalt 2018 eingeplant. Dies müsse ausreichen. Ob dies wirklich so ist, bleibt abzuwarten. Direkt in Arendsee gibt es weitere Pflegebaustellen. Dazu gehört die Salzwedeler Straße. Dort sind im Bitumen kleine Löcher. Von diesen aus entwickeln sich deutlich sichtbare Risse, die die Fahrbahn immer wieder durchziehen. Wenn diese unbeachtet bleiben, besteht die Gefahr, dass die Schäden größer werden. Ähnliche Probleme gibt es seit Jahren an der Amtsfreiheit. Dort kommt im Bereich des einstigen Klosters immer wieder das alte Kopfsteinpflaster darunter zum Vorschein. Die Hohe Warthe wurde hingegen vor einiger Zeit zumindest zum Teil mit einer neuen Deckschicht ausgestattet.

Von Christian Ziems

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