Storch macht es sich seit Sonntag auf der Töbelmann-Halle im gesäuberten Domizil gemütlich

Renoviertes Nest kommt an

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Feuerwehrleute aus Arendsee und Salzwedel bei der Arbeit.

Arendsee. Die Innenstadt von Arendsee ist um einen tierischen Bewohner reicher. Ein Storch richtet sich eine Wohnung auf Zeit ein. Diese befindet sich in luftiger Höhe auf der Töbelmann-Halle an der Schulstraße und hat in den vergangenen Wochen Einheimische beschäftigt.

Denn das Nest war so verdreckt, dass sich die klappernden Besucher 2017 schnell wieder verdrückten. Auch 2016 war kein gutes Jahr: Ein Jungstorch fiel vom Dach.

Heidemarie Freiberg wohnt im Haus direkt gegenüber und beobachtet die Entwicklung seit Jahren. Sie hatte sich gewünscht, dass die Konstruktion wieder auf Vordermann gebracht wird. Die Stadt reagierte und bat um Hilfe aus der Nachbargemeinde. Arendseer sowie Salzwedeler Feuerwehrleute kümmerten sich Ende März bei einer Übung mit der Drehleiter der Hansestadt um das Problem. Die ehrenamtliche Aktion war ein Erfolg.

Ein Storch pflegte am Montagabend sein Gefieder im Nest auf der Töbelmann-Halle. Dieses wurde 2017 von Adebaren gemieden, weil es zu verdreckt war.

Der Arendseer Udo Lahmann meldete sich am Montag bei der AZ: „Ein Storch ist da.“ Gestern informierte auch die Stadtverwaltung darüber. Heidemarie Freiberg blieb die Storchenrückkehr ebenfalls nicht verborgen. Sie hatte die tierische Ankunft am Sonntag beobachtet. Das Tier ist noch alleine, scheint das Nest aber anzunehmen und ist immer wieder dort zu sehen. „Als ich zum Einkaufen fuhr, war er noch da“, erzählte die Arendseerin am Montagnachmittag unter einer kurzzeitig leeren Konstruktion. Abends war der lang ersehnte Besucher wieder vor Ort und pflegte sein Gefieder. Nun gibt es die Hoffnung, dass der Storch nicht alleine bleibt und es bald Nachwuchs gibt.

Heidemarie Freiberg liegt nach dem Erfolg noch eins am Herzen: „Ich möchte den Feuerwehren für ihren Einsatz „Danke!“ sagen. Es hat sich wirklich gelohnt.“ Und mit einem Schmunzeln erzählt sie, dass sich nicht nur Adebare auf der Mehrzweckhalle, die seit Jahrzehnten als Domizil für diese Tiere dient, wohlfühlen. Als Störche 2017 wieder verschwanden, eroberten Möwen und Krähen die Konstruktion. Doch damit ist Schluss. Ab sofort wird auf dem Dach wieder geklappert.

Von Christian Ziems

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