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Renate Spörl schildert den erneuten Taubenvorfall in Zühlen aus ihrer Sicht

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Von: Jens Heymann

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Renate Spörl aus Zühlen vor ihrem Haus
Sie sei kurz vor dem Durchdrehen: Renate Spörl aus Zühlen leidet unter dem Taubenvorfall. © Heymann, Jens

Seit mehreren Tagen weine sie und sei kurz vor dem Durchdrehen: „Ich sehe die Schmerzen dieses Tieres“, sagte Renate Spörl am Freitag zur AZ.

Zühlen – Anfang der Woche, am Montag, hatte sie eine verletzte Taube vor ihrem Haus in Zühlen gefunden. Wie sich später herausstellte, war diese mit einem Knallkörper verstümmelt worden (wir berichteten). Der Fall ging durch ganz Deutschland; die Tierrechtsorganisation PETA setzte eine Belohnung auf Hinweise aus.

Auf ihrem Mobiltelefon hat Renate Spörl Fotos des Vogels – ein Durcheinander aus Blut und Federn. Nach dem letztjährigen Herbst wieder ein Vorfall mit einer Taube. „Ich bin hier unter Beschuss, das weiß ich“, meinte sie zur AZ.

Die 62-Jährige schilderte die Ereignisse aus ihrer Sicht. Als sie am Montag gegen 16.30 Uhr mit einer Bekannten aus Seehausen zurückkehrte, entdeckte sie im schwindenden Tageslicht die Taube. Die verkroch sich unter einen kleinen Busch und wurde anschließend in einen Karton gelegt. Im Ort habe ihr niemand helfen wollen. Sie solle die Natur walten lassen, sei ihr gesagt worden.

Aber Renate Spörl ließ nicht locker, erreichte schließlich eine Tierärztin in Salzwedel. Die entdeckte die Reste des Knallkörpers in der Taube. Für diese gab es keine Rettung mehr. Später kam die Polizei dazu.

„Ich will, dass sie diese Bestie finden“, so die Frau aus Zühlen. Sie wolle in Ruhe mit ihren Tieren und ihrem Pflegekind leben. Einige Überreste der Taube befinden sich noch vor ihrem Haus.

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