2-G-Regel: „Das ist einfacher für uns“

Fleetmarks Kaninchenzüchter gehen bei der Altmarkschau einen kompromisslosen Weg

In der Fleetmarker Turnhalle werden 220 Kaninchen, die sich auf 30 Rassen aufteilen, ausgestellt.
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In der Fleetmarker Turnhalle werden 220 Kaninchen, die sich auf 30 Rassen aufteilen, ausgestellt.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Das Schild am Eingang zur Fleetmarker Turnhalle ist eindeutig: „Hier gilt die 2-G-Regel. Geimpft, genesen.“ Wer sich also für die Altmarkschau der Rassekaninchen am Wochenende interessiert und bislang nicht gegen Corona immunisiert ist, der muss draußen bleiben. Wer stattdessen einen Nachweis vorzeigen kann, der erhält Eintritt zu den 220 Tieren, die sich auf 30 Rassen verteilen.

Fleetmark – Die Züchter seien für diese noch gar nicht so übliche Regelung gewesen, erklärt Fleetmarks Vereinsvorsitzender Klaus Ihrke den Hintergrund für 2-G. „Das ist einfacher für uns“, fügt er an.

Bevor die Besucher die Kaninchen fachmännisch begutachten, haben dies schon die Preisrichter getan. Die waren am Donnerstagvormittag damit beschäftigt, sich unter anderem Körperbau, Fell und Pflegezustand der Tiere anzuschauen. Ihre Einschätzung vermerkten sie anschließend auf einer kleinen Bewertungskarte.

Die anhaltende Pandemie kümmert die Langohren eher nicht. In der Kaninchenwelt gibt es eigene gefährliche Krankheiten wie die Chinaseuche, die eine Impfung erfordern. Auf die Züchter hat Corona allerdings einen Einfluss. 2020 war die Schau ausgefallen. Einen Mitgliederschwund gab es durch das Virus nicht, sagt Klaus Ihrke. Er hofft, dass die wieder rasant gestiegene Inzidenz keinen Einfluss auf das Ausrichten der Altmarkschau hat.

Der Fleetmarker Verein (G 824) verfügt über eine vergleichsweise gute Altersdurchsetzung, meint der Vorsitzende und zeigt auf einige jüngere Züchter, die in der Halle herumwuseln. Dennoch: Das Züchten von Kaninchen hat es wie viele andere Hobbys schwer. Die Zahl der altmärkischen Vereine ist in den vergangenen Jahrzehnten geschrumpft, der Nachwuchs offenbar kaum noch dafür zu begeistern. Es sind lebende Tiere, meint Klaus Ihrke, die wollen immer etwas zu fressen haben. Die können nicht einfach ausgeschaltet werden.

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