Arendsee: HSV-Fanclub will Kraft der Fans bündeln / Fußballschule im Juni

Die Raute im Herzen, aber auch Angst vor dem Abstieg

In ihrem Wohnzimmer fühlen sich die HSV-Fans aus der Altmark und dem Wendland wohl. Jüngst konnten sie vor dem Heimspiel gegen Dortmund ihre Kooperation vorstellen und die Liebe zum Verein demonstrieren. Fotos: privat, AZ
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In ihrem Wohnzimmer fühlen sich die HSV-Fans aus der Altmark und dem Wendland wohl. Jüngst konnten sie vor dem Heimspiel gegen Dortmund ihre Kooperation vorstellen und die Liebe zum Verein demonstrieren.

Arendsee. „Vor der Saison habe ich gesagt, dass ich dem HSV den achten Platz zutraue. Derzeit muss ich meine Meinung revidieren. Ich glaube, wir werden Neunter.“ Ein wenig Ironie scheint dabei, wenn der Chef des Arendseer Fanclubs „Die Raute“ nach dem Abschneiden seines HSV gefragt wird.

„Ja, die Situation ist mit zwei Punkten nach zehn Spielen eine Katastrophe. Aber es sind noch 24 Spiele“, sagt Paul-Gerhard Gerle.

Und dann schwenkt er über zur Fanarbeit. Die Fans seien es, die die Hoffnung tragen, dass die Stadionuhr nicht abgeschaltet werden muss. Und stolz berichtet er vom Heimspiel des HSV gegen Dortmund. Am 5. November, auch das wurde verloren. Aber es war im Rahmen des einstündigen „Volksparketts“, bei dem die Arendseer gemeinsam mit den Lüchowern und Fans aus Hitzacker sowie aus Magdeburg die Stunde mitgestalten konnten. Paul-Gerhard Gerle durfte zu rund 600 Fans im Bereich der Nordtribüne sprechen. „Das war eine große Sache“, sagte er gestern. Er stellte die Kooperation der Fanclubs „Die Raute“ (Arendsee), „Die Wendländer“ (Lüchow) und „Doll in Vaart“ (Hitzacker) vor. Insgesamt tragen 197 Mitglieder in den drei Fanclubs die Raute im Herzen. „Wenn wir uns treffen, dann sind es keine Treffen des Jammerns“, so Gerle. Gemeinsame Aktionen wie das Sommerfest in Arendsee, Spielerbesuche oder auch Fahrten zu Spielen gehören dazu. Und an mögliche Interessenten appelliert er: „Nur wer die Raute im Herzen trägte, kann Mitglied werden. “ Die Kooperation der drei Fanclubs könnte in den nächsten Monaten um die drei Clubs Uelzen, Gusborn und Magdeburg erweitert werden.

Gemeinsam mit dem HSV werden die Arendseer wieder eine Fußballschule in der Seestadt organisieren. Diese findet Pfingsten 2017, konkret am 3. und 4. Juni, wieder auf der Anlage des SV Arendsee am Harper Weg statt. Teilnehmen können Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und 13 Jahren. „Es ist Platz für bis zu 80 Kinder“, so Gerle. Und weil er weiß, dass das Interesse groß ist, gibt er auch den Anstoß, dass man sich ab heute, 16. November, anmelden kann. Das ist unter www.hsv.de/kids/fußballschule möglich.

„Unser Team ist der HSV. Unsere Hoffnung ist der Verbleib in der 1. Liga“, so Paul-Gerhard Gerle gestern. Die Zeichen stehen schlecht, aber es gibt auch immer wieder Fußballwunder.

Von Harry Güssefeld

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