Firma aus dem Jerichower Land besprühte am Mittwoch Eichen in Mechau

Den Raupen geht es an den Kragen

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Die Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner im Wohngebiet am Hahnberg in Mechau hat am Mittwoch begonnen. Das moderne Gerät wird in den kommenden Tagen in der gesamten Einheitsgemeinde Stadt Arendsee zum Einsatz kommen.

Mechau / Arendsee. Kurzes Aufatmen gestern in der Straße am Hahnberg in Mechau. Die Firma, die in den nächsten Tagen die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in der Einheitsgemeinde per Ausschreibung gewonnen hat, hat im Mechauer Wohngebiet ihre Arbeit aufgenommen.

Mittels modernster Technik werden die Raupen von der Erde aus bekämpft. Mit einer Art Gebläse, das ein Mitarbeiter in die richtige Position bringt. Das Mittel, das zum Einsatz kommt, wird als „Di pel es“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um ist ein biologisches Insektizid zur Bekämpfung schädlicher Raupen im Privatgarten, im Acker-, Obst-, Gemüse-, Wein- und Zierpflanzenbau sowie im Forst. Die Schädlinge werden gezielt und schnell bekämpft, bei gleichzeitiger Schonung und Erhaltung der Bienen und anderer wichtiger Nützlinge.

Das Insektizid wird auf den Blättern der Eichen verteilt. „Wenn die Raupen die Blätter mit dem Mittel fressen, wird bei ihnen die Verpuppung verhindert. Das bedeutet, die Raupe stirbt, erfuhr die AZ gestern von einem der Mitarbeiter der Firma aus dem Jerichower Land. Das alles ist der Idealfall, es muss genau abgepasst werden. Ob es in Arendsee gelingt, wird sich zeigen. In der Vergangenheit musste auch noch abgesaugt werden, aber die Verantwortlichen sind dennoch guter Dinge, dass der frühe Einsatz des Insektizids Wirkung zeigt – und den Menschen unter den Eichen die Sorgen nimmt – wie am Hahnberg in Mechau (wir berichteten).

Annette Wolter aus dem Arendseer Ordnungsamt bestätigte am Mittwoch auf Nachfrage den offiziellen Beginn der Aktion in der gesamten Einheitsgemeinde. „Das Unternehmen wird dort aktiv, wo wir die Schwerpunkte gesetzt haben“, sagte sie gestern gegenüber der AZ. Das bedeutet, dass vornehmlich im öffentlichen Bereich gesprüht wird. „Aber auch Privatleute hatten die Gelegenheit, sich anzumelden. Auch dort werden die Spezialkräfte zum Einsatz kommen“, hieß es weiter. Die Kosten übernimmt die Kommune, auf Privatflächen der jeweilige Eigentümer.

Mit der Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner allein ist es aber nicht getan. Der Stadtrat in Arendsee hatte sich auch angesichts der enormen Kosten dafür ausgesprochen, dass das Land Sachsen-Anhalt in die Pflicht genommen werden soll.

Von Harry Güssefeld

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