Personalentwicklungskonzept der Stadtverwaltung sieht Stellenabbau vor

Rathaus geht in Teilzeit

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Die Mitarbeiteranzahl im Arendseer Rathaus soll sich laut Personalentwicklungskonzept bis 2018 um rund 20 Prozent verringern. Gleichzeitig muss sich die Verwaltung verjüngen.

Arendsee. Die Verwaltung der Einheitsgemeinde Arendsee will ihr Personal bis 2018 um rund 20 Prozent von 25 auf 19,5 so genannte Vollbeschäftigtenstellen abbauen. Die Kosten gehen in diesem Zeitraum von 1,17 Millionen Euro auf 1,07 Millionen Euro herunter.

Das entspricht achteinhalb Prozent.

Stehen derzeit noch 28 Leute auf dem Dienstplan, sind es nach dem Personalentwicklungskonzept in sechs Jahren nur noch 24. Bei den übrigen Stadtbeschäftigten in Schule, Bibliothek, Wirtschaftshof und Kindertagesstätten (Reinigungskräfte) soll ebenfalls reduziert werden, und zwar von 22 auf 19 Stellen, wobei eine Angestellte auch in der Statistik des Rathauses auftaucht.

Mit Ausnahme des Bürgermeisters, des Standesbeamten und des Wirtschaftshofes wird es laut Plan ab 2013 keine Vollzeitstellen, sprich 40 Wochenarbeitsstunden, mehr geben. Alle diese Arbeitsplätze, das schließt auch Amtsleiter mit ein, gehen in der Stundenzahl von 40 auf 37 herunter, sofern sie nicht durch Altersteilzeit gänzlich wegfallen. Rund 70 000 Euro soll das einsparen.

Das Alter ist ein generelles Problem der Verwaltung. Nach einer Statistik betrug das Durchschnittsalter der Beamten und Angestellten im Jahr 2010 rund 53 Jahre und wird 2015 auf zirka 58 Jahre anwachsen. Um dem entgegenzuwirken, soll im kommenden Jahr eine Auszubildende anfangen. Weitere seien allerdings vorerst nicht geplant, so Hauptamtsleiter Andreas Koch zur AZ. Azubis arbeiten im Übrigen Vollzeit, zählen allerdings nicht in den Personalschlüssel hinein. Freie Stellen, die durch Altersteilzeit entstehen, sollen nicht wieder neu besetzt werden.

Die Fleetmarker Gemeindeassistentin soll ab dem 1. Juni in der örtlichen Kindertagesstätte die Arbeiten der bisher beauftragten Reinigungsfirma übernehmen. Umgekehrt sollen in den Tagesstätten Binde, Mechau und Kleinau zum gleichen Stichtag die Reinigungsarbeiten vom stadteigenen Putzpersonal an ein Unternehmen abgegeben werden. In Mechau soll die Kraft vom Auftragnehmer übernommen werden, in Binde Hausmeistertätigkeiten erledigen und in Kleinau auch Halle und Rentnertreff reinigen.

Von Jens Heymann

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