Kreis und Landesstraßenbaubehörde werden sich nicht einig

Radweg: Besitzer gesucht

+
Die Huckel auf dem Radweg zwischen Arendsee und Ziemendorf werden immer größer. Wer darüber radelt, muss sich am Drahtesel festhalten und ein stabiles Gefährt haben.

cz Ziemendorf. „Da fliegt man aus dem Sattel“, beschrieb der Stadtratsvorsitzender Dieter Bolle die Situation auf dem Radweg zwischen Arendsee und Ziemendorf. Die Probleme sind seit Jahren bekannt. Der Bitumenweg ist eigentlich für Radler ideal.

Doch Wurzeln haben die Oberfläche aufgebrochen, etliche Huckel sind die Folge. „Und jetzt liegen auch noch Nadeln drauf“, unterstrich Dieter Bolle und setzte fort: „Die Verbindung führt zum Grünen Band und ist nicht ganz unbedeutend. “ Doch ein Sanieren steht in den Sternen. Zunächst müsste nach langem Hin und Her geklärt werden, wem die Piste eigentlich gehört.

Der Weg wurde nach der Wende ruckzuck aus der Erde gestemmt, rechtliche Grundlagen dabei offenbar außer Acht gelassen. Der Kreis ist der Ansicht, dass Land sei zuständig, in der Straßenbaubehörde herrscht die umgekehrte Meinung. Radfahrern nützt das nichts, sie müssen auf die angrenzende L1 ausweichen und begeben sich damit in Gefahr. Die Stadt versucht zu vermitteln und hat nun einen großen bürokratischen Aufwand zu bewältigen. Hintergrund: Bei einem Sturm fielen in dem Bereich Bäume auf den Radweg. Die Feuerwehr wurde allarmiert und sägte die Gefahr klein. Grundsätzlich kann Arendsee dafür Geld verlangen. Doch leichter gesagt als getan. Der Kreis lehnte die Rechnung ab und verwies ans Land. Dort will man aber auch nicht zahlen, wie Arendsees Hauptamtsleiterin Anja Schrader dem Ordnungsausschuss erläuterte.

Nach Kenntnisstand von Bürgermeister Norman Klebe streiten sich Kreis und Land vor dem Verwaltungsgericht, wem der Radweg nun gehört. In Sachen Bäume hat die Stadt noch einen anderen Weg gefunden. Für die Gehölze ist das Forstamt zuständig. Dort wurde ebenfalls eine Rechnung hingeschickt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare