Innerhalb des Ortes fehlt den ortsfremden Pedalrittern oft die Orientierung

Radfahrer müssen vor Arendsee auf die Straße

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Das Schild am Ende des straßenbegleitenden Radweges auf Höhe der Einmündung zur Lüchower Straße. Ab dort müssen Radfahrer bis Genzien auf der Straße fahren. 

Arendsee. Die Region Arendsee kann generell gut und sicher mit dem Fahrrad erkundet werden. Auch entlang der B 190 geht es aus Richtung Salzwedel in Richtung Leppin recht gut – mit der Ausnahme Arendsees selbst.

Dort, in der Stadt, muss der Radwanderer auf die Straße ausweichen. Besonders deutlich wird die Situation aus Kläden kommend. Der straßenbegleitende Radweg war bis zur Einmündung der Lüchower Straße verlängert worden, doch in Weiterführung der Salzwedeler Straße ist abrupt Schluss. Ein Schild weist darauf hin, dass der kombinierte Rad- und Fußweg endet. Bedeutet: Radfahrer müssen in Richtung Innenstadt auf die Straße ausweichen, Fußgänger dürfen entlang der Salzwedeler Straße auf dem Weg bleiben. Doch die Radler müssen sich bis zur Ortschaft Genzien die Straße mit den Autofahrern teilen – bis sie dann wieder auf den rettenden kombinierten Rad- und Fußweg in Richtung Leppin gelangen. Lange dauert die Freude nicht, denn in Leppin ist wieder Schluss. In Richtung Seehausen geht dann gar nichts – allein, wer nach Zehren möchte, kann ab Leppin durch den Wald den kleinen Ort mit dem Fahrrad auf einem landwirtschaftlichen Weg erreichen.

Weil die Situation der Radfahrer im Ort Arendsee selbst ein Problem ist, werden ortsunkundige Pedalritter, die von Seehausen in Richtung Salzwedel unterwegs sind, oftmals auch auf der B 190 angetroffen. Mehr als gefährlich, weil die Verkehrsteilnehmer auf der Bundesstraße vor allem bei Dunkelheit mit Radfahrern nicht rechnen.

Von Harry Güssefeld

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