Kosten nähern sich einer halben Million Euro

„Queen Arendsee“: Schiffsreparatur immer teurer

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Die Reparatur der Queen Arendsee geht weiter. Zusätzliche Leistungen sind nötig, damit das Fahrgastschiff bald wieder für Ausflüge genutzt werden kann.

Arendsee – Der Eigenbetriebsausschuss beschäftigte sich am Dienstagabend nichtöffentlich mit der „Vergabe von zusätzlichen Leistungen (Nachtrag) Queen Arendsee“.

Im öffentlich gemachten Entwurf des Wirtschaftsplanes stehen weitere Details, auch was die Kosten für das beliebte Schiff angeht.

In Zahlenwerk des kommunalen Fremdenverkehrsbetriebes sind 245.500 Euro vermerkt. Und zwar für 2019. Damit gilt es die folgenden Punkte abzuarbeiten: „Neubau Oberdeck / Wassertank / Innenausbau neu.“

2018 flossen bereits 195.800 Euro in den Unterboden / Oberdeck auf Vordermann zu bringen. Zudem wurden für Starterblöcke im Strandbad angedachte Gelder (40.600 Euro) in das Schiff gesteckt. Mit Blick auf die Gesamtkosten nähert sich diese Sanierungskur einer halben Million Euro.

Die Frage, wie sich der Eigenbetrieb dies leisten kann, wird ebenfalls im aktuellen Plan beantwortet. Es handelt sich um Verlustausgleiche der vergangenen Jahre, die aus dem Stadthaushalt finanziert wurden und nun gebündelt zum Tragen kommen.

Mit den vorhandenen Steuergeldern kann weiter in die „Queen Arendsee“ investiert werden, die als Anziehungspunkt für Einheimische sowie Touristen gesehen wird. Der Fremdenverkehrsbetrieb verpachtet die Attraktion an die Luftkurort Arendsee GmbH, die ebenfalls der Einheitsgemeinde gehört. 1800 Euro werden pro Monat verlangt, 2019 sollen so insgesamt 21.600 Euro zusammen kommen. Diese Summe gilt es nach Möglichkeit über die Einnahmen der „Queen“ zu decken (Fahrpreise, Gastronomie). Auch Themenfahrten gibt es immer wieder.

Darüber hinaus könne aber nicht mit größeren Summen von der GmbH gerechnet werden. Darum sei der Eigenbetrieb auf einen Verlustausgleich aus der Stadtkasse angewiesen. Für 2019 wird dieser mit 58.800 Euro veranschlagt. Der Eigenbetrieb hat weitere Ausgaben zu stemmen. Für die Landpacht Campingplatz sind 6000 Euro nötig, Fremdarbeiten (Buchhaltung) schlagen mit 2200 Euro zu Buche. Steuerberater sowie Abschluss- und Prüfungskosten kommen hinzu.

VON CHRISTIAN ZIEMS

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