Fortschritte beim Ökohof

Projekt in Vissum steht wieder auf der Agenda des Arendseer Stadtrates

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Rückblick in den Oktober 2016: Planer Cornelius Neuhaus stellte das Vorhaben „Ökologischer Seminarhof Vissum“ vor. Dieses soll sich ins Dorfbild einfügen und die Umwelt nicht beeinträchtigen. Seitdem saßen viele Behörden mit am Tisch.

Vissum. Das Vorhaben „Ökologischer Seminarhof“ in Vissum ist nach rund zwei Jahren seit seiner Vorstellung wieder auf die politische Agenda der Einheitsgemeinde Arendsee zurückgekehrt. Der Stadtrat hat das Thema während seiner nächsten Sitzung am Montag, 17. Dezember, auf dem Tisch.

Konkret geht es um die ehemalige Hofanlage Nr. 14 in Vissum. Dort soll nach dem Willen des Berliner Investors besagter ökologischer Seminarhof mit Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 30 Teilnehmer und Kapazitäten für bis zu 50 Tagesgäste entstehen. Die Weltfrieden Haus & Hof GmbH hat den Hof mitsamt Hinterland, insgesamt 3,84 Hektar, erworben. Weil das bebaute Areal denkmalgeschützt ist, hat es in der Zwischenzeit Gespräche zwischen Investor, Stadt und Altmarkkreis gegeben. Mit dem Ziel, die angrenzenden Wiesen und Gehölze in das Konzept mit einzubeziehen.

In den zurückliegenden zwei Jahren ist viel Papier hin- und hergewechselt. Neben dem Altmarkkreis haben sich unter anderem auch das Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung und Forsten und das Landesplanungsamt mit der Angelegenheit beschäftigt. Und dem Investor Auflagen gemacht: von der Anlage von Vogel- und Fledermauskästen bis hin zum Erhalt des Auwaldes. Diese Belange sind laut Stadtratsunterlagen im Wesentlichen bis 2017 geklärt worden. Das Areal soll über einen entsprechenden Bebauungsplan planerisch vorbereitet werden.

Der Investor aus der Hauptstadt will auf dem geplanten Seminarhof Wirtschaftsführungskräfte unterbringen. Alle beteiligten Seiten erhoffen sich daraus Synergieeffekte – beispielsweise durch Werbung für Arendsee und den Altmarkkreis.

Das Grundstück liegt auf der rechten Seite kurz hinter dem Ortseingang aus Richtung Ritzleben. Es umfasst sowohl die alte, denkmalgeschützte Hofstelle als auch Außengelände. Dort wurden mindestens zehn Fledermaus- sowie Dutzende Vogelarten festgestellt. Einige von ihnen sind laut Behördenangaben in ihrem Bestand gefährdet.

Von Jens Heymann

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