Schutz vor Kriminellen

Präventionsmobil in Arendsee: Warnung vor neuen Betrugsmaschen

Praeventionsmobil des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt
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Im Präventionsmobil gibt es Tipps zum Schutz vor Kriminellen. Nach Arendsee kommt es nicht vor April.
  • vonBeate Achilles
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Wie sich Bürgerinnen und Bürger vor kriminellen Übergriffen schützen können, darüber informiert das Präventionsmobil des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt in unregelmäßigen Abständen. Am vergangenen Mittwoch hätte es auf Anforderung der örtlichen Polizeidienststelle in Arendsee Halt machen sollen. Doch der Termin wurde abgesagt.

Bereits seit Beginn des zweiten Lockdowns im Dezember 2020 war das Mobil nicht mehr unterwegs. So fehlt die Möglichkeit, sich vor Ort über den mechanischen und elektronischen Schutz des Eigentums, über Cybermobbing, Datenschutz im Internet oder auch die Frage zu informieren, warum es manchmal besser ist, die Handtasche zuhause zu lassen.

Dabei ist das Thema derzeit sehr aktuell, denn Kriminelle versuchen, aus der Corona-Pandemie Gewinn zu schlagen. Mit immer neuen Betrugsvarianten versuchen sie, die Verunsicherung von Bürgerinnen und Bürgern in der Pandemie auszunutzen, um sich finanziell zu bereichern. Aktuell bieten sie dem Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt zufolge, unter anderem angeblichen Covid-19-Impfstoff an – an der Haustür, am Telefon oder im Internet. 

Keinen Corona-Impfstoff kaufen

Die Polizei rät dringend dazu, keinen Impfstoff zu kaufen: „Der Covid-19 Impfstoff ist nicht frei verkäuflich“, heißt es in einer Mitteilung an die AZ.

Insbesondere ältere Menschen werden dem LKA zufolge derzeit Opfer einer Abwandlung des Enkeltricks im Zusammenhang mit den Corona-Virus. Am Telefon gäben sich die Täter als Angehörige aus und behaupteten, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Die Kriminellen täuschten vor, finanzielle Unterstützung für die Behandlung zu benötigen. Sie bäten ihre Opfer um Geld und andere Wertgegenstände, die ein Freund abholen wird.

Falsche Microsoft-Mitarbeiter

Falsche Microsoft-Mitarbeiter haben es derweil auf Personen im Homeoffice abgesehen, wie die Polizei warnt. Sie geben dem LKA zufolge vor, Mitarbeitende bei „My IT Department“ oder „from my Company“ zu sein und sprechen oft Englisch mit indischem Akzent. Sie versuchen die Angerufenen dazu zu bewegen, u.a. eine Fernwartung zu installieren, wovon die Polizei dringend abrät.

„Wir hoffen, dass das Präventionsmobil ab April wieder fahren kann“, stellt Evelyn Schiener, Referentin bei der polizeilichen Kriminalprävention des LKA Sachsen-Anhalt in Aussicht. Ein Ersatztermin für Arendsee ist für das zweite Quartal 2021 angefragt, wie die AZ erfuhr. Wer nicht so lange warten möchte, findet im Internet Informationen über aktuelle Betrugsmaschen. Das LKA veröffentlicht dazu unter www.polizei-beratung.de fortlaufend die neuesten Entwicklungen.

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