Stadtrat Schlicke und Schornsteinfeger Raffel forderten beim Frühlings- und Wirtschaftsempfang zum Nachdenken auf

Positiver Ausblick mit Seitenhieben

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Rund 150 Gäste folgten der Einladung der Stadt Arendsee zum Frühlings- und Wirtschaftsempfang ins Integrationsdorf. In vorderster Reihe saßen: Ziemendorfs Ortsbürgermeister Michael Meyer (v.r.), Arendsees Bürgermeister Norman Klebe, MdL Jürgen Stadelmann (CDU), Eckhard Gnodtke (Kreisverwaltung) und SPD-Bundestagskandidatin Marina Kermer.

Arendsee. Der Frühlings- und Wirtschaftsempfang am Freitag in Arendsee konnte kontrastreicher nicht sein. Während Bürgermeister Norman Klebe die wirtschaftliche Entwicklung in der Seestadt außerordentlich lobte (. . . „die Gewerbesteuer steigt, ein gutes Indiz“. . .

) und die kulturellen Veranstaltungen in Arendsee als vielfältig und gelungen definierte, richtete Thomas Schlicke in seiner Laudatio zum Kunst- und Kulturpreis (den erhielten Jürgen Luckas vom Männerchor und der Verein „De Dörpstroat“, wir berichteten in der Sonnabendausgabe) deutliche Worte an die Politik. Im Beisein des Landtagsabgeordneten Jürgen Stadelmann fragte er in die Runde, wie der Bürger eine enorme Erhöhung der Diäten im Landtag trotz angespannter Finanzlage verstehen solle. „Unser Land ist reich, VW beispielsweise machte 22 Milliarden Euro Gewinn. Dass die Menschen davon nicht profitieren, zeige die Ungleichverteilung, die ungerecht ist“, so Schlicke. Immer mehr müsse gespart werden, auf der anderen Seite sei Maßlosigkeit bei einigen wenigen Menschen Standard. Deshalb seien Menschen, die unentgeltlich für die Gemeinschaft arbeiten, nicht genug zu loben. Das treffe auch für den Bereich Kultur zu. Und deshalb habe sich die Jury entschlossen, Jürgen Luckas, der 30 Jahre im Chor Dienst tut, ebenso zu ehren wie den Verein „De Dörpstroat“, der seit acht Jahren aktiv ist.

Von Harry Güssefeld

Mehr dazu lesen sie am Montag in der Altmark-Zeitung.

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