Tankstellenbesitzer Alfred Landsberg macht sich für den Dieselmotor stark

„Politik kontra Wirtschaft“

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AdBlue gibt es an fast allen Tankstellen – aus der Zapfpistole oder aus dem Kanister. Bei Dieselmotoren angewendet, verringert sich der von den Kritikern bemühte Stickoxidausstoß um bis zu 90 Prozent. Für Unternehmer Alfred Landsberg die Lösung.

Arendsee. Er hat sich erst einen hochwertigen Diesel gekauft. Alfred Landsberg, Tankstellenbesitzer in Arendsee, macht sich für den Diesel stark und sieht ihn im Zusammenhang mit AdBlue, dem Zusatz, als sauberste Variante. Sei Auto hat die AdBlue-Lösung serienmäßig.

„Wir bekommen den Diesel, wie bei den Lkw, sauberer hin als einen großen Benziner. Die Hysterie ist nicht mehr auszuhalten“, so Landsberg. Und irgendwie merkt er, dass die Menschen mit ihrer Abkehr vom Verbrenner ins Verderben rennen. „Woher sollen die Millionen Euro täglich an Steuern kommen, wenn der Staat kein Benzin und Diesel mehr verkauft“, fragt er sich. Und weiter: „Glauben die Menschen tatsächlich, dass dann noch Strom für 30 Cent pro Kilowattstunde zu haben ist?“ Die Frage, warum AdBlue-Anlagen nicht generell als Zusatz in den Dieseln verbaut werden, kann er sich nur so beantworten, dass die Politik und Umweltschützer so aggressiv reagieren, dass den Autobauern „Hören und Sehen vergeht“. „Bei aller Schweinerei, die gelaufen ist: Wer kann ein Interesse daran haben, die Autoindustrie derart zu schwächen, dass uns vielleicht hunderttausende Arbeitslose aus einer hoch entwickelten Industrie drohen?“, fragt sich Landsberg. Saubere Lösungen seien auch mit Verbrennern möglich. Der Diesel stehe da an erster Stelle, weil er sauber gemacht werden könne. Über die Stickoxide werde hergezogen – über den CO2-Ausstoß von Benzinern rede keiner. „Es geht um vernünftige Lösungen. Und da ist die Bundesregierung gut beraten, den eigenen größten Industriezweig nicht zur Disposition zu stellen“, machte Landsberg klar.

Als Tankstellenbetreiber hatte er sich ständig wechselnden Situation gestellt. Da war die Sache mit dem E 85, die eingestellt wurde, Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen. Später kam das Autogas, bis 2018 noch steuerlich begünstigt und für die Hälfte des Spritpreises zu haben. Und da sind Diesel und Benzin. Die Klassiker, und Diesel aktuell zu Preisen, die das Autofahrerherz höherschlagen lässt.

Dass ab 2040 vielleicht, oder wie in Norwegen schon beschlossen ab 2025, nur noch E-Autos zugelassen werden, das glaubt Alfred Landsberg nicht. Denn Strom müsse auch produziert werden. Dabei entstehe ebenfalls CO2. Augenwischerei sei das, so Landsberg. „Wenn es soweit ist, werden sich Autofahrer mit durchschnittlichem Einkommen den Strom nicht mehr leisten können“, glaubt der Unternehmer, der aber auch eine E-Säule plant.

Von Harry Güssefeld

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