Anwohner vom Gollensdorfer Postweg 1 wollen eine glatte Zufahrt

Plötzlich ist von Schadensersatz die Rede

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Es steht wieder Wasser an der Einmündung Lindenstraße / Gollensdorfer Postweg. Und der Weg zur Wohnanlage gestaltet sich mehr als schwierig. Die Anwohner haben die Nase voll, die Stadt schlägt ihnen einen Ausbau mit Anliegerbeiträgen vor.

Arendsee. Die Anwohner der Gollensdorfer Postweges, dem Wohngebiet, das auch unter Tannenhorn bekannt ist, hatten sich am 29. Dezember mit einem Brief an Landrat Michael Ziche gewandt. Darin geht es um den katastrophalen Zustand der Zufahrt zum Gollensdorfer Postweg.

In dieser Angelegenheit hatten sich Dagmar und Heinz Kaesler bereits an die Stadt Arendsee gewandt, doch passiert ist nichts (wir berichteten). Das Schreiben an Ziche ist mit einer Unterschriftenliste der Bewohner des Wohngebietes versehen.

In dem Schreiben heißt es: „Wir Bewohner ... als auch die Zulieferer, ... Pflegedienste, Postzusteller und andere haben täglich mehrfach mit dem Problem zu kämpfen“. Und weiter: „Weicht man einem Loch aus, landet man dabei in dem nächsten tief ausgefahreren Loch“. Und es wird auch ein Termin genannt: Bis zum 15. Januar sollte sich der Landrat äußern und konkrete Maßnahmen benennen, welche Maßnahmen unternommen werden, um eine „lebensnotwendige akzeptable Lösung“ zu erreichen.

In dem Schreiben wird angekündigt, dass die Anwohner über eine Schadensersatzklage und Schmerzensgeldansprüche nachdenken, ausgelöst durch die andauernd hohe psychische Belastung, wie es heißt. Man werde auch nicht zurückschrecken, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Schreiben an Ziche hatte auch Bürgermeister Norman Klebe erhalten.

Klebe antwortete mit einem Schreiben vom 11. Januar auf den Brief vom Gollensdorfer Postweg, den auch Pflegedienstmitarbeiterinnen unterzeichnet hatten. Klebe erläutert, dass für Herbst 2017 fest eingeplant war, den Weg in einen ordentlichen Zustand zu bringen. Das sollte durch den Wirtschaftshof erfolgen. Weil der Boden aber nass und die Mitarbeiter noch mit dem Beseitigen der Sturmschäden beschäftigt sind, war das noch nicht erfolgt, heißt es. Und weil so viel Holz aus dem Wald abtransportiert werden muss, habe der Weg noch mehr gelitten. Die Löcher sollen nun verfüllt werden, wenn es die Witterung zulasse. Der Bürgermeister erklärte aber auch, dass längerfristig nur durch das Ausbessern keine Abhilfe geschaffen wird. Das gehe nur mit einem grundhaften Ausbau. Doch dann seien Anliegerbeiträge zu zahlen. „Sollte ein grundhafter Ausbau gewünscht sein, sollten Sie sich mit mir noch mal in Verbindung setzen“, so Klebe.

Bewohner zeigen sich gegenüber der AZ entsetzt. „Jahrelang ist nichts passiert, nun sollten alle zahlen. Das ist die Antwort, die wir nicht brauchen“, heißt es.

Von Harry Güssefeld

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