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Plan der Luftkurort-GmbH gibt Hinweise auf das, was dieses Jahr passieren soll

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Von: Jens Heymann

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Der Eingang zum Campingplatz am Harper Weg in Arendsee
Der Campingplatz am Harper Weg in Arendsee ist einer der größeren Touristenmagnete. Für die kommende Saison stehende einige Modernisierungen an. Oben auf der Liste steht das Ermöglichen von Online-Buchungen. © Heymann, Jens

Der Welpenschutz dürfte vorbei sein, nun ist die neue Luftkurort-Arendsee-GmbH-Chefin Claudia Schulz gefordert, die Eckpunkte für die diesjährige Tourismussaison zu liefern. Das hat sie mit dem Wirtschaftsplan 2022 auf dreizehn Seiten mittlerweile auch getan.

Arendsee – Das Papier besteht aus mehreren Teilen, listet Einnahmen und Ausgaben auf und enthält außerdem diverse Erläuterungen. In der kommenden Woche will sich der Wirtschaftsausschuss der Stadt damit beschäftigen. Weitere Neuigkeiten sollten dann folgen.

Doch zunächst zum vorliegenden Plan. Darin heißt es von Claudia Schulz: „Für die Sparten Campingplatz, Strandbad, Fahrgastschiff und Gastronomie wurden entsprechende Preissteigerungen ab 2022 eingearbeitet. Grund dafür sind der Mindestlohn sowie steigende Fixkosten in allen Bereichen.“

Tatsächlich sollen die Erlöse in diesem Jahr um mehr als 100 000 Euro auf nunmehr rund 915 000 Euro steigen. Basis dafür ist das voraussichtliche Ergebnis 2021. Claudia Schulz hat in ihrer Darstellung außerdem das vorläufige Resultat aus 2020 hinzugefügt. Die Personalkosten machen wie beschrieben ebenfalls einen Satz – von bislang zirka 444 000 auf 576 000 Euro.

Bei den Einnahmen wird seitens der GmbH mehr vom Campingplatz (plus 45 000 Euro) erwartet. Auch Strandbad, Parkplatz und „Queen“ sollen kräftig zulegen (insgesamt plus 48 500 Euro). Beim Fahrgastschiff kommt noch die Gastronomie dazu, von der sich ein Zuwachs um 10 000 Euro (auf rund 60 000 Euro) erhofft wird.

So viel zu den Zahlen, nun zu den Ideen. Die GmbH-Geschäftsführerin schreibt in ihrem Plan von einer möglichen Ausleihstation am Strand für Wassersport- und Spielgeräte sowie Boote. Damit könnte zusätzliches Geld generiert werden, heißt es. Außerdem ist die Rede von einem erweiterten Gastronomieangebot im Kiosk.

Von beabsichtigten Veränderungen auf dem Campingplatz hatte Claudia Schulz bereits kurz nach ihrem Jobantritt im November berichtet. Von „weitreichenden Maßnahmen“ schreibt sie nun in ihrem Wirtschaftsplan. Eine neue Platzordnung und eine angepasste Preisliste seien bereits erstellt worden.

Die Absicht, die Verwaltung des Platzes zu digitalisieren, ist nicht neu. Hinzu kommt nun aber noch das Erweitern des Schrankensystems mit einer Nummernschilderkennung.

Im Bereich Personal will Claudia Schulz ab 1. August eine Azubi-Stelle mit den Schwerpunkten Marketing und Tourismus besetzen. Für den Campingplatz soll in diesem Jahr außerdem ein Platzwart eingesetzt werden. Dafür entfällt laut Wirtschaftsplan eine Stelle bei Technik / Grünpflege. Stichwort Grünbereich: Die drei dort durch das Arbeitsamt geförderten Stellen sollen zwar fortbestehen, bewährt habe sich die Maßnahme jedoch nicht, schreibt die GmbH-Chefin im letzten Satz.

Dringender Überarbeitung bedürfe es laut Schulz bei den Pachtverträgen zwischen GmbH und Stadt bezüglich der „Queen“. Insgesamt rechnet sie ab 2023 mit besseren Einnahmen bei der GmbH.

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