Akzeptanz durch gerechtes Teilen

Photovoltaikvorhaben bei Rademin: Ortsrat strebt Verhandlungsrunde an

Eine Zeichnung der Fläche hinter der Bahnlinie Stendal-Uelzen (unten links) bei Rademin
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Eine Zeichnung der Fläche hinter der Bahnlinie Stendal-Uelzen (unten links) bei Rademin: Von 25 Hektar sollen knapp acht mit Solarmodulen überbaut werden.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Kein Nein, aber auch noch kein klares Ja – so lässt sich der Stand des Solarparkvorhabens rechtsseitig hinter der Bahnstrecke von Rademin in Richtung Ortwinkel wohl am besten beschreiben. Der Ortschaftsrat will mit Investor, Eigentümer und Stadtverwaltung darüber verhandeln, was für jede Seite herausspringt – bevor hohe Kosten entstehen.

Rademin – Ortsbürgermeister Eckhard Kamieth brachte bereits konkrete Vorstellungen mit in die Diskussion des Ortschaftsrates. Der Strompreis und Zuwendungen für die Gemeinde seien beispielsweise zwei Verhandlungspunkte. 50 Prozent des Geldes sollten in der Ortschaft verbleiben. „Man will Akzeptanz, und das geht nur, wenn das Geld nicht zentral abfließt“, meinte Kamieth.

Stadtratschef Frank Rossau, zugleich auch Mitglied im Ortsrat, brachte einen alternativen Vorschlag auf den Tisch: alle Gelder zusammennehmen und nach einem Schlüssel auf die Orte aufteilen. „Mit welchem Recht würden wir profitieren und andere nicht?“, fragte er. Arendsee sei schließlich eine Gemeinde – oder doch nicht?

Wie auch immer am Ende die vermuteten Einnahmen aufgeteilt werden (sofern das Projekt umgesetzt wird), die Ereignisse in der Nachbargemeinde Salzwedel haben großes Abschreckungspotenzial. Die Orte Liesten und Maxdorf wurden nicht zufällig in Rademin erwähnt. So solle es jedenfalls nicht laufen, lautete der Tenor der Ratssitzung. Das heißt: gerechtes Teilen des Geldes und Würdigung der Entscheidung des Ortschaftsrates.

Bereits Ende April war das Photovoltaikvorhaben vom Investor in Rademin vorgestellt worden. Einige Monate ließ es der Ortsrat sacken und bat die Anwohner, ihre Meinung dazu zu äußern. Einige kamen dann auch zur jüngsten Versammlung.

Ein weiterer interessanter Gedanke, der geäußert wurde: mit diesem einen Solarpark den Beitrag zur Energiewende erfüllen und Schluss.

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