Ortschaftsrat stellt sich gegen Großinvestition am Imi-Ata-See

Photovoltaik-Park Kläden mehrheitlich abgelehnt

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Der Lageplan für die beabsichtigte Photovoltaikanlage in Kläden: Unmittelbar neben dem Imi-Ata-See, auf 23 Hektar, will der Investor bauen. Der Klädener Rat ist dagegen.

Kläden. Die Absicht eines Investors aus Gardelegen, in Kläden auf dem Gelände des ehemaligen Quarzsandtagebaus eine Photovoltaikanlage zu errichten, hat einen ersten Dämpfer bekommen.

Die Mitglieder des Ortschaftsrates Kläden haben sich am Montagabend mehrheitlich gegen das Projekt ausgesprochen.

Die Leistung der Anlage soll 16 Megawatt betragen, die Module werden auf Tragkonstruktionen aus Aluminium und Stahl aufgeschraubt. Die maximale Höhe soll drei Meter betragen, hieß es.

Der Ortschaftsrat hatte sich aus gestalterischen Gründen und wegen der Tatsache, dass es sich um ein Sondergebiet Erholung handelt, gegen das Projekt ausgesprochen. Die bebaute Fläche soll rund 23 Hektar umfassen.

Ungeachtet dessen werden sich der Bauausschuss und der Stadtrat mit dem Vorhaben befassen. Im Vorfeld wurde erklärt, dass der Vorhabenträger die Kosten übernehmen will, die vorab anfallen. So unter anderem auch die Kosten für das Verfahren selbst und die Änderung des Flächennutzungsplanes.

Das Gelände der ehemaligen Quarzsandgrube gehört einer Familie in Niedersachsen. Die Produktion des weißen Goldes, wie der Quarzsand zu DDR-Zeiten genannt wurde, ist längst eingestellt. Parallel zur Förderung mittels eines Saugbaggers war die Grube als Badewässer genutzt worden – natürlich illegal, das Baden auf dem Gelände war und ist verboten. Aus Sicherheitsgründen, weil Uferabbrüche zu schweren Unfällen führen führen könnten. Die Klädener ignorierten Zu DDR-Zeiten die Weisungen, und auch die Drohgebärden des Abschnittsbevollmächtigten der Volkspolizei konnten das Baden nicht verhindern.

Ob auf dem Gelände eine Photovoltaikanlage – trotz der Ablehnung des Klädener Gremiums – entstehen wird, werden die Diskussionen und Beschlüsse im Bauausschuss /Stadtrat zeigen. Die Anlage wäre die derzeit größte ihrer Art in der Einheitsgemeinde.

Von Harry Güssefeld

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