In Etappen sicherer / Fortschritt spürbar

Pause beim Straßenbau zwischen Lohne und  Packebusch

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Alt und neu: An der Straße nach Boock lässt sich erkennen, dass es bei der Infrastruktur weiter Investitionsbedarf gibt.

Lohne / Packebusch – Randbereiche wurden neu gestaltet, die Oberfläche verbessert und Durchlässe erneuert: Seit Oktober wird an den Landesstraßen 10 und 12 zwischen Lohne sowie Packebusch inklusive einer Kreuzung gewerkelt.

Jahrelang hatten sich Kraftfahrer über den schlechten Zustand beschwert.

Nach dem Besuch des Landesverkehrsministers Thomas Webel ging es schnell. Kein Neubau, aber zumindest ein umfangreiches Instandsetzen begann. Derzeit herrscht Winterpause, von Mitarbeitern und Baufahrzeugen ist nichts zu sehen. Dafür dürfen Verkehrsteilnehmer die Piste bis März nutzen (AZ berichtete).

Der Kreuzungsbereich von Lohne kommend in Richtung Boock wurde komplett neu gebaut, der restliche Teil der Verbindungsstraße aber nicht.

Veränderungen zum Positiven sind bereits erkennbar. So bestand jahrelang das Gefühl, auf einer Berg- und Talbahn unterwegs zu sein. Dies ist streckenweise noch zu spüren, aber nicht mehr so massiv. Die Asphaltdeckschicht umfasst in diesem Abschnitt insgesamt 3510 Quadratmeter. Im Kreuzungsbereich nach Boock im Nachbarlandkreis Stendal nahe Lohne ist der Unterschied zwischen passabler Fahrbahn und Holperpiste gut erkennbar. Die ersten Meter wurden gemacht, danach dominiert wieder marode Infrastruktur. Ähnlich ergeht es Kraftfahrern, die die Ortsdurchfahrt Packebusch nutzen – ein Flickenteppich. Zudem gibt es holprige Stellen, aus Richtung Lohne kommend gilt eine erlaubte Geschwindigkeit von 30 km/h.

Berg- und Talfahrt kann auch in Brunau erlebt werden. So zum Beispiel bei der Fahrt vorbei am einstigen Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Altmark-Mitte (einige heutige Arendseer Ortsteile gehörten dazu), die vor 15 Jahren aufgelöst wurde und längst Geschichte ist. Vergessen gemacht werden sollen auch die Straßenschäden zwischen Lohne und Packebusch. Im Frühjahr geht es weiter. Ein genauer Termin soll noch bekannt gegeben werden. Fest steht, dass unter anderem der Durchlass am Hammergraben auf Vordermann gebracht wird, und neue Schutzplanken sollen die Sicherheit erhöhen. Kraftfahrer müssen mit Beginn der erneuten Bauzeit wieder die bekannte Umleitungsstrecke nutzen. Diese führt über Plathe und Kerkau.

Das Land investiert rund 1,5 Millionen Euro in das Straßenprojekt. „Damit kommen wir zugleich dem Wunsch der Anwohner und vieler Verkehrsteilnehmer nach“, erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel in einer Mitteilung bereits vor einigen Monaten zum Baustart.

VON CHRISTIAN ZIEMS 

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