Ralf Düring kritisiert den nicht behindertengerechten Ausbau

Parkweg: Hinweis aus Böckwitz

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Mit Gehhilfen ist die Treppe nicht zu meistern. Das ärgert nicht nur Arendseer, sondern auch Auswärtige. 

Arendsee – „Der Beschluss zum Ausbau des Parkwegs in Arendsee verstößt wissentlich gegen die Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt und noch höherer zugrunde liegender Gesetze. “ Harte Worte, die Ralf Düring aus Böckwitz fand.

In einem Brief, der gemäß Verteiler an den Landesbehindertenbeauftragten, an den Behindertenbeauftragten des Altmarkkreises Salzwedel und an die Stadt Arendsee ging, fordert der Böckwitzer auf, rechtlich gegen den Bau vorzugehen und eine „andere zufriedenstellende Lösung“ herbeizuführen.

Hintergrund: Auslöser der Diskussion war Stadtrat Klaus Führ (wir berichteten). Er kritisierte die nicht behindertengerechte Ausführung der Treppe in Richtung Molkereistraße. Die besteht allein aus Stufen, ist also mit Rollatoren und Rollstühlen nicht zu nutzen.

„Falls der Parkweg so bleiben soll, wäre es zumindest freundlich, wenn am Weganfang (Birkenhain) ein Hinweisschild aufgestellt wird, aus dem ersichtlich wird, dass dieser Weg nicht bis zum Ende für Behinderte geeignet ist, meint der Böckwitzer. Seiner Ansicht nach gäbe es Möglichkeiten, die Treppe anders zu gestalten. Doch das, so meint er auch, sei mit höheren Kosten verbunden.

Und genau das Argument hatte die Stadt ins Feld geführt. Auch die Anwohner hätten eine durchgängig befahrene Straße nicht gewollt, um „Ruhe zu haben“, hieß es im Bauamt. Es gebe keine Gründe, die Anlage, die gerade fertig ist, wieder zu ändern. Ralf Düring hatte Ideen geäußert, so den Einbau von Podesten und Geländern, um die „Geschwindigkeit rauszunehmen.“ Düring setzt sich immer wieder für die Belange von Behinderten ein.

VON HARRY GÜSSEFELD

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