Erst in gut fünf Jahren ist für Arendsee ein neuer Anlauf möglich

Ortschaftsrat vom Tisch: Befürworter verstummt

+
Sollte ein Ortschaftsrat für Arendsee gewollt sein, kann es erst 2024 bei den nächsten Kommunalwahlen so weit sein.

Arendsee. Es wurde immer wieder diskutiert: Der Ort Arendsee fühle sich in der Einheitsgemeinde nicht ausreichend vertreten, hieß es, als die Idee eines Ortschaftsrates auf den Weg gebracht wurde. Doch aus der Idee wurde weiter nichts.

Als während der jüngsten Stadtratssitzung die Änderung der Hauptsatzung anstand, wurde vom Gremium stillschweigend zur Kenntnis genommen, dass es hinsichtlich des Wunsches nach einem Ortschaftsrat keine weiteren Bemühungen gegeben habe.

So stellte es Bürgermeister Norman Klebe dar, als er begründete, warum es in der Angelegenheit keine Aktivitäten seitens der Verwaltung gegeben habe.

Stadtrat Jens Reichardt hatte, wie auch Ex-Stadtrat Jörg Martin, unterstützt von Stadtrat Thomas Schlicke, die Bildung eines Ortschaftsrates gewünscht. Bemerkenswert dabei, dass Reichardt, selbst in Sanne wohnend, einen Ortschaftsrat in Arendsee unterstützt. Doch er wiederum sei nicht für Vertretungen in allen Ortsteilen – im Vorfeld der Wahlen im kommenden Jahr hatte er vorgeschlagen, dass sich die Gremien auf den Dörfern darüber im Klaren sein sollten, ob sie als Ortschaftsrat weiter fungieren wollen oder sich eventuell orteübergreifende Vertretungen bilden sollten. Es gehe nicht allein um das Einsparen von Geldern, es gehe auch um die Bündelung von Forderungen an die Einheitsgemeinde.

Doch die Dörfer wollen auch in der nächsten Legislatur an ihren Vertretungen festhalten. Norman Klebe erläuterte die Beschlussvorlage und informierte über die Beratung mit den Ortsbürgermeistern zu den bestehenden Ortschaftsverfassungen.

Für die Bildung eines Ortschaftsrates der Ortschaft Arendsee liege kein Antrag vor, so Klebe. Er empfahl deshalb, die 1. Änderung der Hauptsatzung auf den Weg zu bringen. Und in Richtung Jens Reichardt schlug er vor, die Bildung eines Ortschaftsrates Arendsee in der neuen Wahlperiode zu prüfen. Ob sich dann ausreichend Initiatoren finden, bleibt abzuwarten. Solange muss es ohne gehen.

Von Harry Güssefeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare