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Ortschaftsrat Thielbeer macht auf örtliche Defizite aufmerksam

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Von: Detlef Güssefeld

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Der Löschwasserbrunnen in Zühlen könne im Ernstfall nicht mehr genutzt werden.
Der Löschwasserbrunnen in Zühlen könne im Ernstfall nicht mehr genutzt werden. Dieser Standpunkt wurde jedenfalls jüngst im Ortschaftsrat vertreten. © Freier Mitarbeiter

Volle Aufmerksamkeit war dem Ortschaftsrat Thielbeer sicher, als er jüngst im Gerätehaus Zühlen tagte. Denn Handys konnten nicht stören. Es gab keinen Empfang. Und wenn doch jemand mal dringend telefonieren wolle, dann könne er es. Draußen an der Kinderrutsche, so der Tipp aus der Runde. Da klappe es mit den Strichen auf dem Mobiltelefon.

Zühlen / Thielbeer – Die Themen, die Ortsbürgermeisterin Anne Roth und ihre Mitstreiter ansprachen, hatten es in sich. In der ganzen Löschwasserdiskussion der vergangenen Monate sei immer wieder Thielbeer angesprochen worden. Doch in Zühlen, „dort wo auch Menschen wohnen“, sei das Problem ebenso prekär. Der Löschwasserbrunnen, so bestätigte es Ratsherr und Feuerwehrurgestein Burkhardt Franke, sei eigentlich so gut wie tot. Im Ernstfall solle man sich nicht mehr auf ihn verlassen, riet er.

Und das hat Folgen: Im Ort steht eine Kindereinrichtung. Und der Gedanke, dass es dort einmal einen Ernstfall gibt, ließ den Ortschaftsrat nachdenklich werden. Statt eines Löschbrunnens könnte auch eine Zisterne gebaut werden, machte Ratsfrau Sandra Balkow deutlich. Ihrer Ansicht nach gebe es private Flächen, die zur Verfügung stehen würden, um den gewünschten Teich oder eine Zisterne zu bauen.

Der Löschwasserteich in Thielbeer, der nach einem Großbrand im November 2021 auf den Weg gebracht werden sollte, lässt weiter auf sich warten. Anne Roth wusste, dass ein Fördermittelantrag gestellt worden ist. Aber während der Sitzung machte man auch deutlich, dass angesichts fehlenden Löschwassers in Zühlen ebenfalls Handlungsbedarf bestehe.

Thielbeers Rat unterstützte zudem die Forderung nach einem Radweg. „Klar wäre es schön, wenn dieser Radweg von Lohne nach Arendsee gebaut wird“, machte die Ortsbürgermeisterin deutlich. Doch dort bewege sich nichts, deshalb spreche man in Zühlen für sich selbst. Der Weg von Zühlen nach Arendsee sei mehr als notwendig, auch wieder angesichts der Kinder, die auch mal mit dem Fahrrad nach Arendsee fahren. Dass das lebensgefährlich werden kann, zeige das teilweise hohe Verkehrsaufkommen.

Einige hundert Euro stehen den Orten Thielbeer und Zühlen in diesem Jahr noch zur Verfügung. Rund 850 Euro, mit dem Rest aus 2021. Das Geld wird für die Seniorengeburtstage genutzt, und daran werde auch in Zukunft festgehalten. Ob es noch Feste gibt, die mit einigen Dorfmitteln unterstützt werden könnten, wusste man im Gremium nicht.

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