Fleetmarker Gehwegproblem soll nicht ausgesessen werden

Im Oktober geht es den Wurzeln an den Kragen

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Die Steine des Gehweges in Fleetmark werden hochgedrückt und verlieren an Halt. Schuld sind die Wurzeln der Linden, die einst gepflanzt wurden.

Fleetmark. Dass die Wurzeln der Bäume an der Kallehner Straße den Gehweg anheben, ist lange bekannt. Dass sich die Bürger Gedanken machen, auch angesichts von Sicherheitsbedenken, ist kein Geheimnis.

Und dass die Kommune Arendsee angekündigt hatte, im Jahr rund fünf Bäume herauszunehmen und sie durch Tiefwurzler zu ersetzen, ist auch noch nicht vergessen. Doch die Monate vergingen, und passiert ist nichts. Immer wieder derselbe Grund: kein Geld. Nun haben sich Bürger wieder gemeldet, haben auf den Zustand aufmerksam gemacht und Abhilfe gefordert.

Zwischenzeitlich gab es eine neue Idee. Gartenbaumeister Ernst Pengel schlug vor, die Wurzeln zu kappen, sodass von ihnen keine Gefahr mehr für den Gehweg ausgehen würde. Doch auch das war schnell verworfen: Denn es kostet Geld. Zum einen die Wurzeln zu kappen und zum anderen den Gehweg in Ordnung zu bringen. Doch Ortsbürgermeisterin Angelika Muhabbek ging es nicht allein um den Gehweg, sondern auch um den ausstehenden Pflegeschnitt. „Wenn es in der Vergangenheit einen Pflegeschnitt gab, dann hatten die Bäume danach Glatze“, sagte sie. Es hapere an allen Ecken und Enden. Und den Bürgern könne sie keine vernünftige Antwort geben.

Nun gab es eine Rückmeldung aus dem Rathaus. Die Wurzeln sollen nun gekappt werden, aber erst ab Oktober. Zeitgleich soll dann ein Pflegeschnitt erfolgen, wenn man sich mit der Firma Pengel auf einen Kostenrahmen einigen kann. „Die gesamte Geschichte nervt, aber das hilft uns nicht. Wir brauchen Lösungen, und die schlechteste aller Lösungen wäre, das Problem auszusitzen“, sagte Angelika Muhabbek gegenüber der AZ.

Nun heißt es abzuwarten. Im Oktober dürfte dann die Arbeit beginnen. Wurzeln ab, Gehweg glatt. Früh genug, um dann im Winter möglichen Schnee ohne Probleme vom Gehweg zu fegen. Denn dazu sind die Anlieger verpflichtet. Und die Stadt für entsprechende Bedingungen.

Von Harry Güssefeld

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