Arendseer Fanclub befürchtet Relegation gegen Braunschweig oder Hannover

„Nun gilt es: HSV muss spielen und nicht rechnen“

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Ein Arendseer Fan beim Verlassen des Volksparkstadions in Hamburg nach dem Spiel gegen Mainz. Die Angst geht um beim Dino der Bundesliga und seinen Anhängern. 

Arendsee. Ein Gespenst geht um in Hamburg, das Abstiegsgespenst. Zum wiederholten Mal halten die HSV-Fans den Atem an, denn es droht die Relegation. Und das gegen Braunschweig oder Hannover, wie es derzeit aussieht.

„Es ist schon eine Katastrophe, aber wir müssen sehen, dass die Mannschaft spielt und nicht rechnet“, erklärte gestern Paul-Gerhard Gerle, Vorsitzender des HSV-Fanclubs „Arendseer Raute“ gegenüber der AZ. Der Fan sieht den Spielen gegen Schalke (auswärts) und Wolfsburg (heim) mit gemischten Gefühlen entgegen. „Wir hatten so viel Glück in den vergangenen Jahren, warum jetzt nicht?“, sagt er. Und verweist auf die Kraft der Fans, die mit 26 Bussen aus ganz Deutschland in Form einer Sternfahrt nach Gelsenkirchen kommen wollen. „1600 HSV-Fans in den Bussen, insgesamt werden 6000 aus der Hansestadt auf Schalke erwartet“, weiß Gerle. Und er macht sich Mut. Schalke sei weder Fisch noch Fleisch, ob sie gewinnen oder nicht, der Drops sei für die Königsblauen längst gelutscht. Der HSV in guter Form könnte mit drei Punkten wieder nach Hause fahren.

Ob nun die Bundesliga-Uhr in Hamburg weiterläuft oder abgestellt werden muss – der Kaffeegarten in Arendsee ist für die große Sommerparty der Fanclubs bereits gebucht. Am 17. Juni wollen Fans aus Lüchow, Hitzacker, Gusborn, Winterfeld, Magdeburg, Uelzen, Bismark und natürlich Arendsee ihr Fest in der Seestadt feiern. „Alle drücken die Daumen, dass wir es schaffen“, so Gerle. Als Special-Guest wird Rap-Sänger Elvis in Arendsee dabei sein, der die Fußballhymnen des über den HSV intoniert.

Gerle hofft, dass der HSV den 15. Platz erreicht. Denn die Relegationsspiele, die die Hamburger schon zweimal retteten, seien nervenaufreibend. „Mit Braunschweig oder Hannover wären es Teams, die bissig sind und den HSV in die zweite Liga schießen könnten“, meint Gerle. Dass Jens Todt vom HSV gerade jetzt die Abschaffung der Relegationsspiele fordert, könne er nicht verstehen. Waren diese doch bislang die Lebensversicherung für die Hamburger.

Die Arendseer Fans freuen sich auf die Fußballschule des HSV, die am 3. und 4. Juni in Arendsee über die Bühne geht. „Aktuell sind 65 Kinder angemeldet, einige Restplätze sind noch vorhanden“, hieß es gestern. Wer sein Kind anmelden will, kann sich per E-mail unter fussballschule@hsv.de mit den Organisatoren in Verbindung setzen.

Paul Gerle verabschiedet sich. „Und hoffentlich im nächsten Jahr wieder gegen deine Hertha“, schmeichelt er dem AZ-Redakteur.

Von Harry Güssefeld

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