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Nördlich von Binde ginge viel mit Photovoltaik – Ortsrat überlegt deshalb noch

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Von: Jens Heymann

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Der Ortschaftsrat Binde sprach am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus über die Photovoltaik-Problematik.
Der Ortschaftsrat Binde sprach am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus über die Photovoltaik-Problematik. Eine Entscheidung gab es noch nicht – die soll nach reiflicher Überlegung feststehen. © Heymann, Jens

Das Thema Freiflächenphotovoltaik zieht sich seit einigen Wochen quer durch alle Ortschaften der Einheitsgemeinde Arendsee. Binde ist aber trotzdem ein besonderer Fall – nördlich des Dorfes bis hin nach Kaulitz befindet sich die Gegend (immerhin in der Summe fast 500 Hektar), die aus Planersicht am besten für Solarparks geeignet ist.

Binde – Entsprechend vorsichtig ging der Rat um Kurt Gabriel am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus zu Werke. Mit dem Ergebnis, dass vor einer Entscheidung noch weitere Überlegungen folgen sollen.

Grundsätzlich gegen Photovoltaik auf dem Acker sind die politischen Vertreter von Binde und Ritzleben (dieses Dorf ist aber nicht unmittelbar betroffen) nicht. Diesen Eindruck nahm die AZ von der Zusammenkunft mit. Nur der genaue Spielraum muss noch festgelegt werden.

Praktisch alles unbebaute oder unbewachsene Land nördlich der B 190 ist für Solaranlagen geeignet. Direkt am Dorf dürfte nichts entstehen; schon eher entlang der Bahnlinie, die von Ost nach West verläuft. Dazu kommt die Besonderheit, dass einige Eigentümer bereits ihre Bereitschaft signalisiert haben, ihren Boden für die Stromerzeugung herzugeben. Zwischen Schienen und Fernstraße sind das laut Plan um die 25 Hektar. Erinnert sei dabei an die durchaus in der Stadtpolitik umstrittene Umfrage durch die Verwaltung.

Ob Interesse oder nicht: Das soll nach Aussage von Kurt Gabriel aber für die Entscheidung des Ortschaftsrates keine Rolle spielen. Niemand soll bevorzugt werden.

Große Einnahmen für das Dorf erwarten sie in Binde – sollte es je zum Bau eines Solarparks kommen – ohnehin nicht. Auch das wurde am Donnerstag erwähnt. Darüber hinaus gebe es in der Ortschaft schon viel Photovoltaik – auf Dächern. Da sei viel getan worden, hieß es.

Ortschef Gabriel verwies noch auf einen anderen Aspekt. Die angedachte Trasse für die B 190 n, sollte sie jemals gebaut werden, verläuft ebenfalls nördlich von Binde.

Das in naher Zukunft zu erwartende Votum des Ortschaftsrates Binde kann auf das gesamte Photovoltaikaufkommen in der Einheitsgemeinde Arendsee großen Einfluss haben. Denn die passenden Flächen sind vorhanden, zartes Interesse von Landeigentümern ebenfalls.

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