Der Regen schafft es nicht

Noch zwölf Wochen bis zur Saisoneröffnung am Strandbad in Arendsee

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Deutlich sichtbar: Dem Arendsee fehlt weiter das Wasser.

Arendsee – Noch herrscht Ruhe im Arendseer Strandbad. Die Seetribüne erstrahlt nach einer Kärcherbehandlung etwas heller, ein Fischreiher ruht für Momente auf ihr aus, um dann wieder zu jagen.

Der Wasserstand hat sich trotz zahlreicher Niederschläge in den vergangenen zwölf Wochen nicht erholt.

Ein Blick auf den Nichtschwimmerbereich reicht aus, um zu erkennen, worum es geht. Inseln haben sich gebildet, das Wasser fehlt. Im Bereich der Seetribüne, am Anlegesteg des Rettungsbootes, sind es noch rund 1,20 Meter Wassertiefe.

Und das könnte die Rettung sein, wenn es um die Wasserpumpen geht, die die Rutsche und die Wasserspielgärten mit Seewasser versorgen. Unter dem Seesteg können sie nicht bleiben, denn der Wasserstand garantiert keine Funktion, weil die Pumpen nicht ausreichend mit Wasser bedeckt sind und so gekühlt werden müssten, heißt es aus der Luftkurort-Arendsee-GmbH. Das Kühlen funktioniere auf Dauer nicht, es handelt sich um Unterwasserpumpen. Inzwischen gibt es Lösungen. Unternehmen aus der Region haben sich bereit erklärt, die Pumpen ins tiefere Wasser zu setzen, inklusive der Verlängerung der Rohrleitungen. Über Kosten wurde bislang nichts bekannt. Scheint aber auch angesichts der Notwendigkeit unbedeutend, da diese Investition für den Betrieb des Strandbades dringends notwendig ist. Wo sich Zehntausende im Sommer tummeln, könne man sich nicht leisten, die – wenn auch in die Jahre gekommenen – Attraktionen außer Betrieb zu setzen.

Ungeachtet dessen muss der Seepegel steigen. 15 Zentimeter hätte der Regen der letzten Zeit gebracht, heißt es an den Stammtischen in der Stadt. 85 Zentimeter waren es, die die Sonne aufgeleckt hatte – wenn man 2017 als Grundlage nimmt. Der See hat noch genügend Wasser – doch es müsste wochenlang regnen, damit er sich wieder füllen kann. Morgen kommt erst einmal der Sturm, sagen die Meteorologen.

VON HARRY GÜSSEFELD

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