Ulli Bischoff sieht sich Denunzianten ausgesetzt / Zusammenarbeit mit Kreis

„Nicht alle finden mein Hausboot toll“

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Blick aus dem Hausboot auf den Arendsee. Der Besitzer sieht sich angesichts der im Umweltamt vorliegenden Anzeigen ungerecht behandelt. Dem Umweltamt wolle er alle notwendigen Auskünfte geben, hieß es.

Arendsee. Klar ist für Ulrich Bischoff, dass das Umweltamt des Altmarkkreises auf Hinweise reagieren muss. Vor allem dann, wenn sie Anschuldigungen beinhalten, die der Nutzung des Sees und der Landschaftsschutzverordnung entgegenstehen.

„Aber falls die Vorwürfe allein dazu dienen, mir zu schaden, dann finde ich das nicht lustig“, so Bischoff. Beim Umweltamt liegen Anzeigen vor. Vielschichtige. So wird dem Siedenlangenbecker vorgeworfen, dass er einen viel zu großen E-Motor nutze. „Das stimmt nicht, ich nutze einen Zwei-Kilowatt -Motor, bis 5 Kilowatt sind erlaubt“, so der Schiffseigner. Und es geht weiter: In der Anzeige an den Altmarkkreis wird ihm vorgeworfen, dass er Müll auf dem See verbrennt. „Wo ist denn der Ofen? Das ist schon harter Tobak, der hier aufgefahren wird“, so Bischoff gestern Morgen. Und zeigt auf eine Öffnung im Dach, in der er manchmal Rauchpatronen zündet. Aus Spass.

Dass er Badegäste in Gefahr bringen und den Schilfgürtel nicht achte, dem widerspricht der Siedenlangenbecker. „Ja, ich kann damit leben, dass nicht alle mein Boot gut finden“, sagte er gestern. Aber dass er permanent Probleme mit den Ämtern bekommt, mit der Folge, dass ihm zeitweise sogar das Befahren des Sees untersagt wurde, macht ihn nachdenklich. Wohl wissend, dass das Umweltamt handeln muss. „Aber ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass die Kontrollen des Kreises aus eigenen Stücken erfolgen“, hieß es. So könnte schnell ausgemacht werden, dass ich einen zugelassenen Motor nutze. Und man würde auch erkennen, dass die Fäkalien in einem Tank bleiben und abgesaugt werden. Und nicht, wie behauptet, in den See laufen“, sagte Bischoff.

Er wolle die Dinge, die der Altmarkkreis beanstandet, erklären. Und würde sich freuen, wenn die Menschen ihn und sein Boot akzeptieren. Wie viele andere Wassergefährte und deren Führer auch. „Und allen Neidern sage ich, dass ich auch kein Gewerbe betreibe“, so Ulli Bischoff.

Von Harry Güssefeld

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