Stadt reagiert auf AZ-Artikel / Anwohner verwundert

Neues Schild an falscher Stelle?

+
Klaus Lühe (l.) und Hans-Jürgen Zade an der Alten Poststraße. Nachdem die AZ über die Probleme berichtet hatte, ließ die Stadt Schilder aufstellen. Die Männer sind der Ansicht, dass das Hauptstraßenschild hinter die Einmündung der Schulstraße gehört.

Arendsee. Vor wenigen Tagen hatte die AZ darüber berichtet, dass an der Tagesstätte „Seeperle“ in Arendsee die Vorfahrtsregelung nicht geklärt und irreführend sei.

Nach dem Versetzen des Einbahnstraßenschildes an der Schulstraße war es den Besuchern der Tagesstätte möglich, auf kurzem Weg wieder auf die Alte Poststraße aufzufahren (wir berichteten).

Doch damit gab es eine rechts vor links-Konstruktion, die aus der Schulstraße kommen klar gewesen wäre – aber die Fahrer auf der Alten Poststraße aus Richtung Bahnhofstraße wiegten sich in der Sicherheit, auf der Hauptstraße zu sein, was ihnen auch mit einem Schild am Anfang der Straße angezeigt wird.

Nun hat die Stadt reagiert und eine Beschilderung vorgenommen. Der kleine Teil der Schulstraße, der in Richtung Alter Poststraße befahren werden kann, wurde zur untergeordneten Straße. Dazu wurde ein Vorfahrtszeichen angebracht, sodass die Kraftfahrer beim Auffahren auf die Alte Poststraße die Vorfahrt beachten müssen. So weit, so gut. Parallel dazu wurde ein Hauptstraßenschild aufgestellt, das Autofahrern aus Richtung Bahnhofstraße signalisieren soll, dass sie sich auf der Vorfahrtsstraße befinden. „Dieses Schild, das vor der Einmündung der Schulstraße steht, steht dort nicht richtig“, meint der Ex-Polizist Hans-Jürgen Zade.

Er hatte gestern im Ordnungsamt vorgesprochen und seine Beobachtung erläutert. „Ja, sicherlich waren die Überlegungen in der Stadt nicht falsch, den Autofahrer noch einmal darauf hinzuweisen, dass er auf der Hauptstraße fährt, aber weil hinter der Einmündung kein Schild mehr steht, wäre dieser Status dann aufgehoben“, sagte er der AZ. Unterstützung bekam er von Klaus Lühe, ebenfalls Anwohner der Alten Poststraße. Er freute sich über die Reaktion der Stadt, machte aber auf die falsche Auslegung der Gesetzlichkeiten aufmerksam. Und er kam mit einer neuen Idee: „Ja, Schilder sind hier sicherlich notwendig. Aber schöner finde ich es, wenn die Zahl der Zeichen in einer Stadt verringert wird. Die Regelungen rechts vor links zwingen Autofahrer zu mehr Aufmerksamkeit und die Geschwindigkeit wird verringert“. Beide waren sich aber schließlich einig, dass das Hauptstraßenschild nur über die Einmündung hinaus in Richtung Mühlenstraße versetzt werden müsste.

Von Harry Güssefeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare