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Neues Parküberwachungssystem in Arendsee wurde und wird angepasst

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Von: Jens Heymann

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Gästefahrzeuge warten am Eingang zum Parkplatz 1 in Arendsee
Gästefahrzeuge warten am Eingang zum Parkplatz 1 in Arendsee: Die Fahrzeuge könnten auch einfach durchfahren, aber viele lesen sich die Schilder durch. © Heymann, Jens

Die Autos halten an der Einfahrt zum Parkplatz 1 am Strandbad in Arendsee an – dann lesen die Fahrer, wie dort bezahlt werden muss. Eigentlich könnten sie gleich durchfahren, das Kamerasystem zeichnet das Nummernschild automatisch für die spätere Gebührenabrechnung auf. Doch wer neu ist oder wem das Parkplatzsystem noch nicht vertraut ist, geht erst einmal auf Nummer sicher.

Arendsee – Wie bei vielen neuen Dingen muss sich auch diese Technik erst einmal richtig einspielen. Unabhängig von der wohl endlosen Diskussion, ob die Parkgebühren nun gerechtfertigt sind oder nicht, gibt es einige Kinderkrankheiten, die ausgebügelt werden müssen.

Eine davon betrifft das Lesen vor dem Einfahren. Eine endlos lange Tafel mit den Geschäftsbedingungen stellte sich mittlerweile als wenig praktikabel heraus. Das hat die Chefin der Luftkurort-GmbH, Claudia Schulz, nach eigener Aussage selbst beobachtet. Stattdessen wird nun auf einer wesentlich kürzeren Erklärung auf alle wichtigen Punkte hingewiesen.

Mitte / Ende Oktober plant die GmbH noch eine weitere Vereinfachung. Nachdem, was die AZ erfahren hat, müssen Gäste ihre Parkzeit selbst eingeben und dann bezahlen. Was kompliziert und fehleranfällig ist. Die neue Technik soll dies später selbst berechnen. Bis dahin müssen Parkgäste im Zweifelsfall (immerhin 40 Euro Strafe) mit einem Kontaktformular auf der Internetseite des Systemanbieters vorliebnehmen.

In den alten Zeiten mit der Schranke prangte am rechten Rand noch ein Schild, das das mobile Übernachten auf dem Parkplatz untersagte. Mittlerweile gibt es einen 24-Stunden-Tarif, der dieser Wohnmobil- und Caravan-Touristengruppe entgegenkommt. Manche wollen eben nicht länger als eine Nacht bleiben – das hat die Luftkurort-GmbH erkannt.

Das neue Kamerasystem gibt es auch auf Parkplatz 2. Dort soll allerdings noch umgebaut werden. Das heißt, die Müllcontainer kommen weiter nach hinten und werden durch einen Zaun von den regulär Parkenden getrennt. Wer seine leeren Flaschen wegbringt, kann problemlos durch den Eingang fahren; bis zu 30 Minuten ist das Parken kostenfrei. Perspektivisch soll dieses System irgendwann auch für den Lindenpark und die Fläche vor Schrampe kommen.

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