Ersatzneubau in Arendsee für die Kitas „Lindenstraße“, „Zur Mühle“ und Schrampes „Fliegenpilz“

Neues Haus für 110 Mädchen und Jungen

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Der Blick von Südwest (Schulstraße / Ecke Alte Poststraße) auf das geplante neue Tagesstättengebäude. Der Bau soll rund 2,7 Millionen Euro kosten.

Arendsee. Die Weichen sind längst gestellt, aber die Feinabstimmungen sind noch in vollem Gange: Die neue Kindertagesstätte in Arendsee an der Ackerstraße/Schulstraße im Bereich der derzeitigen Kita „Zur Mühle“ soll im nächsten Jahr stehen.

Am Montagabend, vor der Stadtratssitzung in Mechau, konnten sich die Stadträte über das Vorhaben informieren, nachdem von einigen Informationsbedarf angemeldet worden war (wir berichteten).

Das neue Gebäude wird eingeschossig in einem Winkel angeordnet. Damit sei gesichert, dass möglichst viele Räume lange der Sonne ausgesetzt sind. „Wir haben das ganze Haus energetisch nach aktuellstem Stand planen lassen“, so Bauamtsleiter Gert Reckling gestern auf Nachfrage der AZ.

110 Kinder sollen in Zukunft in der neuen Einrichtung, für die noch kein Name gefunden ist, Platz finden. Genau wird Platz für 60 Kita-Plätze und 50 Kinder im Krippenalter geschaffen. Mit der Fertigstellung werden drei Einrichtungen geschlossen – die Kita an der Lindenstraße, die Kita „Zur Mühle“ und die Einrichtung „Fliegenpilz“ in Schrampe.

Der Bau wird mit rund 1,2 Millionen Euro gefördert, das gesamte Vorhaben wird 2 692 530 Euro kosten, so die Planer am Montagabend. Zunächst war eine Summe von 2,49 Millionen Euro genannt worden – die Fördermittel stammen aus dem Stark-III-Programm – die Eigenmittel werden als zinsloses Darlehen gewährt.

Ob und wann die alte „Mühle“, die 1988 gebaut wurde, abgerissen wird, ist noch offen. „Der Abriss ist nicht Gegenstand der Maßnahme“, machte Reckling deutlich.

Es sind vor allem energetische, aber teilweise auch feuertechnische Gründe, die zum Umdenken in Arendsee geführt hatten. Die alten Tagesstätten, die ersetzt werden sollen, hätten nur mit großem Aufwand modernisiert werden können, hieß es. In der neuen Einrichtung werden für die Kinder, aber auch für die Erzieherinnen bessere Bedingungen herrschen als bisher. In die Planungen sind Erzieherinnen mit einbezogen worden.

Während der internen Informationsstunde für Stadträte wurde auch über die Art der Dämmung gesprochen. Während der Planer eine Komplettdämmung des gesamten Gebäudes von außen favorisiert, hatten einige Ratsmitglieder, so auch Jörg Martin, nachgefragt, inwiefern eine weitaus dickere Wand als eine 24-er die gleichen Effekte bringen würde, um dann auf die Dämmung zu verzichten. Es sei unter anderem aber eine Kostenfrage, entgegnete der Sprecher des Planungsbüros.

Es wird mit einer rund einjährigen Bauphase gerechnet. „Wir haben es bei der Grundschule geschafft, ich denke, wir werden das auch packen“, so Gert Reckling während des jüngsten Bauausschusses.

Von Harry Güssefeld

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