Stadt Arendsee nennt Wünsche für die Neufassung der Landschaftsschutzgebiets-Verordnung / Kompromisse notwendig

Neues Gesicht für Abschnitt Bleiche bis Strand

Der Arendsee. Uferbreiche und der See selbst sind unter Schutz gestellt. Die Bestimmungen dafür werden derzeit neu erarbeitet, die Stadt ist beteiligt und hat Wünsche.
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Der Arendsee. Uferbreiche und der See selbst sind unter Schutz gestellt. Die Bestimmungen dafür werden derzeit neu erarbeitet, die Stadt ist beteiligt und hat Wünsche.

Arendsee. Für Arendsee steht eine Neufassung der Landschaftsschutzgebiets-Verordnung (LSG-Verordnung) und eine Neufassung der Gemeingebrauchsverordnung für den See an. Das erfuhr die AZ – und fragte gestern beim Bürgermeister Norman Klebe nach.

Dieser berief sich auf die laufenden Gespräche, nannte dennoch einige Eckpunkte.

Schilfgürtel hat Priorität

Fest stehe, dass der Bereich zwischen Strandbad und Zießau zu einem „No-Go“-Abschnitt werde. Das heißt, dieser Abschnitt werde von einem geschlossenen Schilfgürtel bestimmt, der derzeit auch „repariert“ werde – im Auftrag des Altmarkkreises werden durch Bürgerarbeiter Lücken mit Schilf bepflanzt. Unter anderem am ehemaligen Armeebadestrand auf halber Strecke. Dort hatten immer wieder Surfer ihre Bretter eingesetzt – das werde in Zukunft auf jeden Fall unterbunden, so Klebe.

Während darin bereits Einigkeit bestehe, geht es um die Wünsche der Stadt. Im südlichen Bereich des Sees ist mittelfristig eine Änderung der Seepromenade geplant. „Wir wollen sie attraktiver machen, den Bereich zwischen dem Festplatz Bleiche und dem Strand neu gestalten“, so der Bürgermeister. Das derzeitige Problem sei die Grenze für das Landschaftsschutzgebiet. Während beim Landkreis der Wunsch bestehe, die Grundstücksflächen als Grenze zu nehmen – das bedeutet, dass die Anlandungsflächen in Richtung See, die es gibt, bereits unter Schutz gestellt sind – wünscht die Stadt eine Herausnahme der Anlandungsflächen. „Uns sind ansonsten die Hände gebunden. Es wäre besser, wenn wir diese Flächen in unsere Planungen integrieren können“, begründet Klebe die Wünsche der Stadt.

In die Jahre gekommen

Die LSG-Verordnung und die Allgemeingebrauchsverordnung sind in die Jahre gekommen. Es gehe nun darum, sie den Erfordernissen und der Entwicklung der vergangenen Jahre anzupassen.

Thema der Gespräche im Landratsamt war auch die Allgemeingebrauchsverordnung für die Nutzung des Sees selbst. „Es wurde noch einmal deutlich gemacht, dass die Ausnahmeregelungen, die personengebunden für das Führen von motorgetriebenen Boote ausgegeben wurden, nicht verlängert werden und nicht vererbbar sind“,

Drachenboote mit drin

so Klebe. Der Grundtenor war, dass es nicht mehr Genehmigungen auf dem See geben wird. „Ganz klar, dass die Boote, die dringend notwendig sind, um den Badebetrieb oder das Vereinsleben auf dem Arendsee aufrechtzuerhalten, weiterhin auch genutzt werden können“, hieß es weiter. In die neue Vorordnung aufgenommen werden auch die Drachenboote. Die zwar nicht mit einem Motor betreiben werden, aber „Überlänge“ haben.

In Salzwedel wird auch das aktuelle Thema Autos auf der Seepromenade ernst genommen. Die Stadt wird handeln, unterstrich Norman Klebe. Ob Poller oder Aufpflasterungen – noch ist das Thema nicht abschließend behandelt. Aber die Zeit drängt, ganz klare Richtlinien zu erarbeiten.

Von Harry Güssefeld

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