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Neue Kita: Einzug voraussichtlich im Oktober

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Grün ist zwar die Farbe der Hoffnung doch der Anstrich an der neuen Kita täuscht: Der Einzugstermin kann nicht eingehalten werden. Die alten Einrichtungen werden noch bis mindestens Oktober geöffnet bleiben. Ursprünglich wurde der August anvisiert.
Grün ist zwar die Farbe der Hoffnung doch der Anstrich an der neuen Kita täuscht: Der Einzugstermin kann nicht eingehalten werden. Die alten Einrichtungen werden noch bis mindestens Oktober geöffnet bleiben. Ursprünglich wurde der August anvisiert. © Ziems

Arendsee. Die neue Kindertagesstätte an der Alten Poststraße sollte am 1. August bezogen werden – soweit der Plan. Doch das Gebäude sieht alles andere als fast fertig aus.

Die AZ wollte gestern vom Bauamtsleiter wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine pünktliche Einweihung ist. „Sie liegt bei 0 Prozent“, gab Gert Reckling zu. Der Bau verzögert sich um mehrere Monate, weil zum Beispiel Firmen die benötigten Materialien nicht rechtzeitig bekamen. „Am Wetter lag es nicht“, unterstrich der Amtsleiter. Er rechnet damit, dass die erste der drei betroffenen Tagesstätten („Zur Linde“, „Zur Mühle“, „Zum Fliegenpilz“) voraussichtlich im Laufe des Oktober umziehen kann.

Ursprünglich sollte die benachbarte Einrichtung „Zur Mühle“ als erste das Gebäude wechseln, die Schließzeit wurde dafür auf die letzten beiden Juli-Wochenenden gelegt. An diesem Termin wird trotz der Verzögerung nicht gerüttelt. Wann ganz genau die Kartons gepackt und Möbel gerückt werden, bleibt unklar. Fest steht hingegen, dass Kinder und Erzieher damit nicht belastet werden sollen.

Arendsees Bürgermeister Norman Klebe nannte im Gespräch mit der Altmark-Zeitung eine Möglichkeit: So könnten Umzugsprofis an einem Freitagabend loslegen und dafür sorgen, dass bis zum Montagmorgen alles fertig ist. „Wir müssen daran denken, die Betreuungspflicht zu erfüllen“, erklärte Gert Reckling und meint damit zum Beispiel, dass nicht einfach umgeräumt werden kann, während Kinder dazwischen her-umlaufen.

So sieht es auch die Vorsitzende des Elternkuratoriums der Einrichtung „Zur Mühle“. „Wichtig ist, dass sich unsere Kinder wohlfühlen und nicht zuviel Unruhe entsteht. Uns ist die Verzögerung aber unbekannt. Bislang hieß es immer, dass es nach Plan läuft“, machte Anja Schrader deutlich. Sie sagte der Stadt Unterstützung zu: „Wenn es nötig wird, könnten wir zum Beispiel im Rahmen eines Arbeitseinsatzes mit zupacken. Ich denke, es gibt etliche Eltern, die sich daran beteiligen würden. In ähnlicher Weise konnte bereits der Spielplatz verschönert werden.“

Die neue Kindertagesstätte, kostet rund 2,5 Millionen Euro. 1,5 Millionen Euro fließen als Fördermittel, den Rest kann die Stadt mithilfe eines Kredites aufbringen. 43 Räume mit 1200 Quadratmeter stehen zur Verfügung. Dazu gehört das Foyer, das auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Der Außenbereich umfasst rund 4000 Quadratmeter. Da sich alles auf einer Ebene befindet, ist kein Treppensteigen nötig.

Von Christian Ziems

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