Keine Bewegung in Sachen Abriss / Bröckelnde Geschichte in der Innenstadt

Ins neue Jahr mit alten Wohnblöcken

Die Schulstraße 9-11 in Arendsee. Das Haus ist wie drei andere Blöcke in dem Bereich in einem maroden Zustand. Die Fenster sind defekt – und die Hoffnung, dass auf diesem Areal Eigenheime entstehen, schwindet von Jahr zu Jahr. Foto: Güssefeld
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Die Schulstraße 9-11 in Arendsee. Das Haus ist wie drei andere Blöcke in dem Bereich in einem maroden Zustand. Die Fenster sind defekt – und die Hoffnung, dass auf diesem Areal Eigenheime entstehen, schwindet von Jahr zu Jahr. 

Arendsee. Es war Thema in den Ausschüssen, Thema im Stadtrat und genau so schnell, wie das Thema auf den Tischen der Stadträte landete, war es auch wieder in Vergessenheit geraten: der Abriss der Wohnblöcke im Bereich der Schulstraße und der Straße Dessauer Worth.

Die Stadt hatte zwischenzeitlich Kontakt zum Besitzer der vier leerstehenden Blöcke hergestellt, sogar 80 000 Euro über das Programm „Städteumbau Ost“ in Aussicht gestellt, um den Besitzer zu überreden, die Blöcke abzureißen und die Flächen zu verkaufen. 

Die Idee: Eine Eigenheimsiedlung sollte entstehen, mitten in der Stadt. Für die Stadträte ein exponierter Platz, und nach den Aussagen des Bürgermeisters Norman Klebe hatte man geglaubt, dass die Bauflächen schnell vergriffen sein würden. Doch es passierte nichts. Die Blöcke stehen weiterhin, gebaut aus gutem alten Stahlbeton, doch alles, was kein Beton ist, löst sich langsam auf. Die Fenster sind kaputt, die Türen haben längst ihren Geistt aufgegeben. Nach Aussagen Klebes liege alles daran, dass der Besitzer nicht bereit sei, die Häuser abzureißen. In Arendsee ist die Freude darüber nicht groß, wohl aber darüber, dass die Blöcke kaum noch nutzbar sind. Nicht mal für Menschen in Not dürfte das eine Herberge sein, meinen die Arendseer.

Von Harry Güssefeld

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