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Naturerbeverein Vissum plant stärkere Zusammenarbeit mit Arendseer Schulen

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Ulf Müller (Bildmitte, hinten) berichtete den Vereinsmitgliedern über die Arbeit des Naturerbevereins Vissum. © Eckehard Schwarz

Auf ein recht erfolgreiches Jahr konnte Ulf Müller, der Vorsitzende des Naturerbevereins Vissum, auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend, 14. Mai, zurückblicken. Der über 70 Mitglieder starke Verein pflegte unter anderem den Obstbaumbestand auf den Streuobstwiesen sowie den Obstbaumalleenbereich um Vissum und Kassuhn mit seinen verschiedenen Obstbaumsorten.

Kassuhn / Vissum. Wie Ulf Müller in seinem Jahresrückblick weiter berichtete, wurden in den Wintermonaten die angebrachten Nistkästen wieder gereinigt sowie über 50 Meter Hecken aus Bienennährgehölzen und Wildrosen gepflanzt. Im Frühjahr wurden weiterhin 80 Grauerlen im Waldstück von Dirk Müller gepflanzt, die alle angewachsen sind, wie der Vorsitzende erfreut betonte.

Besonders am Herzen liegt den Mitgliedern seit Jahren die Pflege und Weiterentwicklung des Naturlehrpfades in Kassuhn. Hier wurden die Schau- und Hinweistafel erneuert sowie ein großes Insektenhotel aufgestellt.

Sehr positiv sieht der Vorstand des Vereins auch den weiteren Umbau der alten nicht mehr benötigten Trafohäuser. In einigen von ihnen ist es gelungen, dass Eulen sowie Fledermäuse jetzt darin nisten. Neben den bereits vorhandenen umgebauten Trafohäusern in Ladekath und Pretzier wurde auch der ehemalige Trafo in Bühne umgebaut. Einen weiteren möchte der Verein in Krüden als Nistplatz für Eulen und andere Vögel neu gestalten. In ihnen wurden Kameras installiert, mit denen ein „Eulen- und Falken TV“ möglich wurde und so zahlreiche Naturfreunde die Tiere bei der Aufzucht ihrer Jungen beobachten konnten. Besonders freut es die Naturfreunde, dass bereits kurz nach dem Aufstellen eines Nestes in Mechau dieses von einem Storchenpaar auch angenommen wurde.

Wie Ulf Müller weiter seinen Vereinsmitgliedern berichten konnte, ist auch ihr Renaturalisierungsvorhaben am Flötgraben zwischen Binde und Ritzleben mit einem wissenschaftlichen Monitoring begonnen worden, sowie eine sehr gute Masterarbeit über die Renaturierung des Flötgrabens entstanden.

Als sehr wichtig sieht der Vorstand für seine weitere Arbeit die Einbeziehung von Jugendlichen in die Naturprojekte an. So ist für dieses Jahr unter anderem eine stärkere Zusammenarbeit mit den beiden Arendseer Schulen geplant. „Wir haben mit der Fontaneschule in Arendsee im Juli des vergangenen Jahres einen Tag der Artenvielfalt mit Erfolg durchgeführt. Es ist wichtig, die jungen Menschen an unsere Projekte für die Natur heranzuführen und weiter zu begeistern“, betonte auch der stellvertretende Vorsitzende Uwe Hundt. Um den Naturerbeverein und seine Ziele weiter bekannt zu machen, werden auch in diesem Jahr wieder die Vereinsmitglieder an den verschiedensten öffentlichen Veranstaltungen mit einem Info-Stand auf ihre Arbeit für die Umwelt aufmerksam machen. Unter anderem wurde beschlossen, einen Stand zum Stadtfest in Arendsee und zur Kulturellen Landpartie in Kussebode sowie dem Tag der Vereine in Salzwedel zu unterhalten. Erstmals nimmt der Naturerbeverein auch am Kulturprogramm von Wagen & Winnen mit einem Info-Stand im Wiersdorfer Biolandhof „Eiertraum“ teil.

Doch Ulf Müller übte in seinem Bericht auch Kritik. So ist es für den Vorstand schwer, die einzelnen Aktionen zu planen, da sehr viele Mitglieder sich nicht vorher zu den Aktionstagen wie gewünscht anmelden. „Man kann dann nicht alle Arbeiten planen und hat Stress, genügend Werkzeug rechtzeitig zu beschaffen und den Ablauf mit den Fahrten zum Einsatzort sowie die Verpflegung und vieles mehr gut zu planen“, bemängelte der Vorsitzende.

Nach dem Jahresbericht und der Entlastung des Vorstandes stellte Thomas Seifert den Entwurf der Neufassung der Satzung des Vereins näher vor, die danach einstimmig von den Mitgliedern angenommen wurde.

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