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Nachfrage bei Arendseer Corona-Testzentren zurückgegangen

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Von: Jens Heymann

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Der Container mit dem DiBuKa-Corona-Testzentrum an der „Seeadler“-Kreuzung bei Arendsee ist aktuell gar nicht, ansonsten zwei Tage pro Woche geöffnet.
Der Container mit dem DiBuKa-Corona-Testzentrum an der „Seeadler“-Kreuzung bei Arendsee ist aktuell gar nicht, ansonsten zwei Tage pro Woche geöffnet. © Freier Mitarbeiter

Lange hat die Corona-Pandemie die Nachrichtenlage im Land dominiert, auch lokal waren die Menschen durch diverse strenge Maßnahmen im normalen Leben eingeschränkt. Doch mittlerweile ist es deutlich ruhiger geworden um das Virus. Sogar über Affenpocken wird teilweise mehr diskutiert.

Arendsee – Das Abflauen bei Corona macht sich in Arendsee anhand der drei Testzentren bemerkbar – „Segler-Heim“, „Deutsches Haus“ und der DiBuKa-Container an der „Seeadler“-Tankstelle. Alle drei bieten nach wie vor den kostenlosen Service an; alle drei Betreiber sprechen allerdings auch unisono von gesunkener Nachfrage. Kein Wunder: Für viele Aktivitäten bzw. Besuche im öffentlichen Raum wird weder Test noch Maske benötigt.

Monika Schramm vom „Segler-Heim“ spricht von einer halbierten Nachfrage. Bei Feiern im Haus werde das Testen ab und zu noch in Anspruch genommen. Was ihr wohl auch am liebsten sei, wie die AZ aus ihren Worten heraushört. Wer für außerhalb einen Test benötigt, wolle häufig ins Altenheim oder ins Krankenhaus, fasst Monika Schramm ihre Beobachtungen zusammen. Ihre Gedanken haben sich ein Stück von der Pandemie gelöst – Personalbedarf spielt da wieder eine größere Rolle.

Das Testzentrum an der „Seeadler“-Kreuzung hat seit Kurzem nur noch zwei Tage in der Woche für ein paar Stunden geöffnet, erläutert Hans-Joachim Schulz von der Seehäuser DiBuKa. Für wenige Leute könne er dort nicht den ganzen Tag jemanden sitzen lassen. Aktuell ist ein Schild außen angebracht: „Krankheitsbedingt vorübergehend geschlossen“. Die PCR-Teststation in Seehausen laufe hingegen normal weiter, erfährt die AZ. Auch Schulz spricht von Krankenhausbesuchen und Schulungen, bei denen Tests auf eine Corona-Infektion nach wie vor relevant seien. Abschreiben wolle Hans-Joachim Schulz die Pandemie mit Verweis auf den nächsten Herbst ohnehin nicht.

Etwas heruntergegangen sei die Testnachfrage schließlich auch im „Deutschen Haus“ im Zentrum von Arendsee. Mitarbeiter Tim Vogler erwähnt ebenfalls Krankenhaus- und Altenheimbesuche als häufigen Grund für ein Testzertifikat. Der Betrieb des Zentrums laufe ganz normal weiter.

Die Gastronomie selbst kann längst wieder freier arbeiten. Lange genug hat es Unsicherheit in der Branche gegeben. Nun gilt es, das Geschäft zu beleben.

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