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Nach Unfällen an der Bleiche wurde Sperrvorrichtung zeitweise abgebaut

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Von: Jens Heymann

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Der Zugang zur Bleiche von der Lindenstraße in Arendsee
Der Zugang zur Bleiche von der Lindenstraße in Arendsee: Um unbefugte Kraftfahrzeuge von der Verlockung abzuhalten, direkt an den See zu fahren, wird der Weg eigentlich blockiert. Für die Dauer des Lichterfestes (Aufbau im Hintergrund) wird davon aber abgewichen. © Heymann, Jens

Die Dinge halten in Arendsee nur drei Tage, hörte die AZ zuletzt einen zynischen Satz. Was das Bemühen der Stadtverwaltung betrifft, mit Pollern den Zugang zum Seeweg stark einzuschränken, trifft die Aussage aber scheinbar zu.

Arendsee – Konkret geht es um den Zugang zur Festwiese Bleiche. Von der Lindenstraße führen zwei kurze Pisten zur Wiese – eine soll mit Steinen blockiert sein; die andere neuerdings mit besagtem Poller. Auch andere Wege in Richtung See sollen für Unbefugte gesperrt werden, doch die Bleiche sei der wichtigste Ort, hieß es dazu auf Nachfrage aus dem Rathaus.

Was ist nun passiert? Beim Yoga-Tag am vergangenen Sonntag und während der laufenden Aufbauarbeiten für das kommende Lichterfest sind offenbar ein oder mehrere Fahrzeuge beim Überfahren des zu diesem Zwecke umgeklappten Pollers beschädigt worden. Die Rede ist sogar von aufgerissenen Ölwannen. Auf jeden Fall nicht im Sinne dessen, was mit dem Poller eigentlich bezweckt werden soll – Unbefugte bleiben draußen, Befugte kommen problemlos auf das Gelände.

Am Dienstagmittag nun war der Poller verschwunden. Der städtische Bauhof hat das Gerät nach den Vorfällen und mit Blick auf das Lichterfest abgebaut, so die Info seitens des Bauamtes. Dass der Poller gänzlich verschwunden war, hatte dort für einige lebhafte Minuten und Nachfragen gesorgt. Denn der Kenntnisstand war bis dato ein anderer gewesen, bekam die AZ mit.

Sobald die aktuelle Veranstaltung vorbei ist, soll der Poller wieder zurückkehren. Gegebenenfalls muss der Bauhof einige Anpassungen vornehmen, damit Ölwannen künftig unbehelligt bleiben. Möglicherweise sei der Poller nicht zu hoch, sondern die Fahrspuren links und rechts zu niedrig, wurde in der Verwaltung spekuliert. Die Fachleute werden es beurteilen müssen.

Übrigens: Auf den benachbarten Zufahrten zum See ist noch keine Sperrvorrichtung zu sehen. Die sollen in Kürze aber aufgestellt werden – auch das eine Info der Stadt. Die Fundamente dafür sind längst eingebaut worden; das eigentliche Aufstecken der Poller sei dann eine schnelle Sache, erfuhr die AZ.

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