Einschnitte beim 200-er / Landrat war informiert / Klaus Führ protestiert

Nach Rotstift bei der Bahn nun Kürzen beim Bus

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Busbahnhof Salzwedel: Der 200-er Bus fährt von der Hansestadt bis nach Wittenberge und zurück. Über Arendsee und Seehausen: Doch das könnte bald Geschichte sein. Das Land plant Einsparungen, der Landrat ist involviert. Die Bürger nicht.

Arendsee. „Ich habe gehört, dass die Buslinie von Salzwedel nach Wittenberge zur Diskussion steht“, brachte Klaus Führ ein Thema im Kreisausschuss zur Sprache, dass Menschen zwischen Salzwedel und Arendsee beunruhigt.

Nach dem Aus der Bahnstrecke wurden die Betroffenen damit vertröstet, dass es einen Ersatz auf der Straße gebe. Doch jetzt stehle sich das Land Sachsen-Anhalt offenbar aus der Verantwortung. Wie Landrat Michael Ziche am Montagabend erklärte, gebe es tatsächlich Einsparungsabsichten. Und zwar, weil die Resonanz nicht so groß sei – ohne Zahlen vorzulegen. So soll der Bus, der vom Land bezahlt wird, nur noch von Salzwedel bis Seehausen und umgekehrt fahren. Begründung: Dort könnten die Gäste in die Regionalbahn umsteigen und bis Wittenberge fahren.

Michael Ziche erklärte, das die jeweiligen Fahrpläne darauf abgestimmt werden sollen. Doch Kreistagsmitglied Klaus Führ gab sich damit nicht zufrieden: „Der Bahnhof in Seehausen ist in keinster Weise für Gehbehinderte geeignet. Die kommen nicht zu den Zügen.“ Er forderte daraufhin eine Resolution an das Land zu verschicken. Darin soll deutlich gemacht werden, dass die vollständige Buslinie für die Region unverzichtbar ist.

Von Harry Güssefeld und Christian Ziems

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