„Waldheim“-Dach muss abgerissen werden / Ruine gegen Brand versichert

Nach Feuer Lebensgefahr

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Arendsee. Der Brand des Dachstuhles im „Waldheim“ hat die Diskussionen um die Zukunft des Areals wieder in Gang gesetzt. Bürgermeister Norman Klebe und Bauamtsleiter Gert Reckling machten sich gestern ein Bild von den Zerstörungen.

Zwar war das gesamte Areal bereits eine Ruine, aber durch den Brand des Dachstuhls am Sonntag (wir berichteten) muss die Stadt handeln. Denn: Durch den Brand drohen Teile der Dachkonstruktion und Bauteile im Innern des einstigen Vorzeigeobjektes herunterzufallen. „Wir appellieren an alle, das Gelände nicht zu betreten, da erhöhte Lebensgefahr besteht“, so Norman Klebe gestern.

Die Bilder vom Brandort

Brand im Arendseer Waldheim

Die Kommune sei zwar gegen Feuer versichert, aber die Situation auf dem Gelände bereite den Verantwortlichen dennoch Kopfschmerzen. Die Schilder „Betreten verboten“ sind zwar angebracht. Aber scheinbar halten diese auch Feuerteufel nicht davon ab, die teils bereits abgerissenen Gebäude zu betreten. Vor Jahren war ein Zaun aufgestellt worden. Doch der war der Stadt zu teuer – weil gemietet. Das Gelände ist somit frei zugänglich – und auch deshalb hatte Klebe angekündigt, den Dachstuhl schnellstmöglich abreißen zu lassen.

Wie es mit der unendlichen Geschichte weitergehen soll, steht in den Sternen. Ein Arendseer Unternehmen hatte sich bereiterklärt, das Waldheim nach und nach abzureißen, ohne dass der Stadt Kosten entstehen. Das dauert aber. Inzwischen wurde bekannt, dass ein österreichisches Konsortium das Gelände im Zusammenhang mit der Nutzung der Thermalsole nutzen wolle – Gespräche fanden bislang nur hinter verschlossenen Türen statt. Fakt ist: Das Gelände muss irgendwann beräumt sein, so Klebe. Allein könne das die Stadt nicht stemmen. „Dazu müssen wir das Land mit ins Boot holen, vielleicht auch den Kreis“, so Arendsees Stadtoberhaupt beim Anblick der Ruine.

Das „Waldheim“ ist Geschichte. Längst. Doch die Folgen schmerzen. „Der Standort ist einzigartig“, so Gert Reckling gestern. Aber unberäumt habe es keinen Anreiz für mögliche Investoren, hieß es.

Von Harry Güssefeld

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