Slipanlage aktuell nicht benutzbar / Probleme bei zugefrorenem See

Muss die Queen im Wasser bleiben?

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Die „Queen“ im Winterschlaf. In diesem Jahr ist das vielleicht nicht möglich. Foto: Archiv

Arendsee – Das Fahrgastschiff ist saniert. Ein großer Stein fällt der Stadt Arendsee damit vom Herzen. Investiert wurden über 500 000 Euro. Geld, das notwendig war, um den Betrieb der „Queen“ weiter zu garantieren.

Ein Neubau wäre aus kostentechnischen Gründen nicht möglich gewesen. Und so zieht die „Queen“ auch nach 28 Jahren auf dem Arendsee weiter ihre Runden.

In der Saison. Im Winter muss sie raus, über die einst installierte Slipanlage neben dem Liegeplatz wurde sie alljährlich hochgezogen. Das dürfte in diesem Jahr schwerfallen, wie GmbH-Chef Michael Meyer während der jüngsten Wirtschaftsausschusssitzung erklärte. Denn der Wasserstand des Sees lasse es nicht zu. „Wir müssen damit rechnen, dass das Schiff im Wasser bleibt“, sagte Meyer. In diesem Jahr nicht das Problem, weil der Schiffsrumpf einer umfangreichen Behandlung unterzogen wurde. Aber im kommenden Jahr müsse die Königliche raus, weil dann der TÜV anstehe, hieß es. Aber soweit denke man noch nicht – erst einmal muss der Winter überstanden werden. Möglichst eisfrei, betonte Meyer. „Falls es dennoch Eis gibt, dann muss die ,Queen’ immer wieder freigesägt werden“, hieß es. Man gehe nicht von einem harten Winter aus. Die Hoffnung, dass es weiter Regen gibt und damit die Slipanlage wieder funktionstüchtig wird, bleibt.

Unterdessen sind die Zahlen für das Passagieraufkommen auf der „Queen“ veröffentlicht worden. Demnach wurden 2019 insgesamt 13 693 zahlende Fahrgäste befördert. Das ist ein Rückgang gegenüber 2018 (16 981) und 2017 (16 550). Der ansonsten schon gut genutzte Monat Mai fiel aus – wegen der sich hinziehenden Sanierung. Die „Queen“ musste länger im Trockendock bleiben, weil immer größerer Sanierungsbedarf entdeckt wurde, so auch die Heizung. Der Sanierungsaufwand stieg von einst 280 000 auf über 500 000 Euro deutlich (wir berichteten).

Um die „Queen“ hatte es im Wirtschaftsausschuss erhebliche Diskussionen gegeben. Der GmbH wurde vorgeworfen, das Potenzial des Schiffes nicht auszunutzen.

Wie die AZ erfuhr, wurden einige Fahrten auch kostenfrei geleistet. So für diverse Kindereinrichtungen oder auch die Uferschau. Auftraggeber war die Stadt.  

VON HARRY GÜSSEFELD

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