Behelfshaltestellen werden eingerichtet / Minister bittet um Verständnis 

Arendsee: Ausbau der Bahnhofstraße beginnt am 1. April

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Gehwege und Fahrbahn werden bei dem Ausbau der Bahnhofstraße grundhaft erneuert.

Arendsee – Der Ausbau der Bahnhofstraße in Arendsee im Zuge der L1 ist nicht unumstritten. Stadtrat Matthias Goyer kritisierte, dass währen der Sommermonate gebaut wird. „Wir vergraulen die Urlauber“, formulierte es der Arendseer Kommunalpolitiker (AZ berichtete).

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister äußert sich in einer Pressemitteilung mit Blick auf den Baustart am Montag, 1. April, zu dem Projekt.

Thomas Webel, Landes-Verkehrsminister

„Neben dem Ausbau der großen Trassen muss auch das nachgeordnete Straßennetz für die künftigen Anforderungen ertüchtigt werden“, so Thomas Webel und bittet um Verständnis für die „unvermeidlichen Beeinträchtigungen während der Bauzeit“. Wenn alles fertig sei, profitieren, Anlieger, Verkehrsteilnehmer und Gäste gleichermaßen von weniger Lärm, Staub und Erschütterungen sowie einem deutlichen Plus, an Verkehrssicherheit im Luftkurort Arendsee, ist sich der Minister sicher.

Das Verkehrsministerium geht in dem Schreiben auch auf die Umleitung ein. Für den Fern- und Schwerlastverkehr erfolgt diese über die B190-Abzweig nach Genzien und weiter in die Stadt (Seehäuser Straße). Von dort kann es dann über den kleinen Kreisel und die Töbelmannstraße weiter in Richtung Landesgrenze gehen.

Vorwegweiser auf der Bundesstraße werden installiert. Der Altmarkkreis ergänzte gestern auf Nachfrage: Für den Busverkehr werden Behelfshaltestellen an der Friedensstraße und am Marktplatz eingerichtet. Gesperrt wird eventuell bis zum 30. November – dies wäre der letzte Termin für eine Freigabe. Das Ministerium geht von einer kürzeren Bauzeit bis Ende September aus – wenn alles nach Plan läuft.

„Den Anliegerverkehr im Baustellenbereich gewährleistet der beauftragte Betrieb je nach Baufortschritt“, so der Kreis. Die Anwohner sollen über Aushänge und Postwurfsendungen informiert werden. Zudem gebe es immer wieder kurzfristig Infos, was die innerörtliche Umleitung angeht. Dies betrifft auch die Zufahrten zum Aldi und zur Tankstelle.

Die Bahnhofstraße wird von der Feuerwehr bis zu den Bahnschienen ausgebaut. Da es sich um eine Landesstraße handelt, ist das Land federführend. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 1,4 Millionen Euro. „Davon trägt das Land allein 765.000 Euro“, erklärt Thomas Webel. Die Stadt und der Wasserverband Stendal Osterburg teilen sich die übrigen Kosten.

VON CHRISTIAN ZIEMS

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