Polizei ermittelt zwischen Kerkuhn und Heiligenfelde

Metallklau: Stall ist unbrauchbar

Rechts ist noch (fast) alles unangetastet, links sind die Metallteile, die die Kuhstellplätze bildeten, abgebaut worden. Die Täter konnten weitab der Ortschaften Heiligenfelde und Kerkuhn ihr Unwesen treiben. Fotos (3): Güssefeld

Kerkuhn / Heiligenfelde. Der große Kuhstall zwischen Kerkuhn und Heiligenfelde liegt rund 500 Meter abseits der Ortsverbindungsstraße und jeweils bis zu 1,5 Kilometer von den Ortschaften entfernt.

Das müssen auch die Diebe gewusst haben, die sich am und in dem Objekt zu schaffen gemacht haben. Der Stall steht seit langem leer. Er wurde einst nach der Wende gebaut, später von einem Holländer übernommen, der nun im Jerichower Land wirtschaftet und wohnt.

Reinhard Heidemann aus Heiligenfelde kennt den Holländer gut. „Ich habe des Öfteren nach dem Rechten gesehen“, so Heidemann. Doch als er am Mittwoch am Stall ankam, verschlug es ihm die Sprache. Die Tore, die er mit Betonplatten gesichert hatte, waren teilweise aufgebrochen. Und im Inneren wurde das ganze Ausmaß deutlich: Stallanlagen, Gitter, ganze Türanlagen sind abgebaut und abtransportiert. Die Automaten zur Futterverteilung sind aus der Verankerung gerissen, die Jauchepumpe fehlt, Dachrinnen sind abgebaut.

Die Polizei aus dem Landkreis Stendal war gestern vor Ort, um den Fall aufzunehmen. Der Schaden wurde noch nicht beziffert, wird aber nach Aussagen von Heidemann mehrere tausend Euro betragen. Die Schrottdiebe haben ganze Arbeit geleistet, der Stall ist nicht mehr nutzbar. Einer Nachwen-deinvestition wurde das Leben ausgehaucht.

Von Harry Güssefeld

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