Elternkuratorien, Sozialausschuss und Gäste wählen Namensvorschlag für Arendsees Kita-Neubau

Mehrheit will die „Seeperlen“

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Die neue Kita wächst und wächst – aber noch ist der Name nicht gefunden. Ein neuer Vorschlag – „Seeperlen“ – wird Anfang Februar vom Stadtrat diskutiert.

Arendsee. Die Aufgabe, die sich der Sozialausschuss in Arendsee am Dienstag stellte, barg Sprengstoff.

Nachdem der Stadtrat den ersten Namensvorschlag der Elternvertreter – „Haus der kleinen Füße“ – für die neue Kindertagesstätte, das Eltern-Kind-Zentrum, abgelehnt hatte, galt es, von vorn zu beginnen. Ein „Haus der kleinen Füße“ gebe es in Beetzendorf, hieß es. Deshalb sei der Name durchgefallen. Außerdem, so Hauptamtsleiter Andreas Koch am Dienstag, habe der Name keinen Bezug zur Seestadt, wie es sich der Stadtrat gewünscht hatte.

Die Liste mit rund 50 Namensvorschlägen lag auf dem Tisch des Ausschusses. Wie nun verfahren werden soll, fragte sich nicht nur der Vorsitzende Thomas Schlicke. Dann die Lösung: Jeder im Sitzungszimmer, Offizielle und Gäste, hatten eine Stimme. Sie konnten noch vor der Wahl die Liste um weitere Vorschläge erweitern. So kam auch der Name „Zur Mühle“ wieder ins Rennen, obwohl intern schon abgelehnt. Begründung: Man wolle einen Neuanfang, so Andreas Koch. Keine der drei betroffenen Einrichtungen „Mühle“, Fliegenpilz (Schrampe) und „Linde“, die aufgelöst werden, sollten bevorzugt behandelt werden.

Es war aber unter anderem der Arendseer Heiko Tannhäuser, der am Dienstag den Namen „Zur Mühle“ wieder ins Gespräch brachte und damit die Frauen der Kuratorien kurzzeitig in Aufregung versetzte. Nach der Wahl standen die drei Favoriten fest: „Zur Mühle“ schaffte es auf Anhieb in die Top 3, dazu „Die Mühlenkinder“ und die „Seeperlen“.

Nun galt es, den endgültigen Namensvorschlag, der Anfang Februar vom Stadtrat abgesegnet werden soll, zu finden. Noch einmal hatten alle 25 Anwesenden die Chance, ihrem Favoriten eine Stimme zu geben. Es siegte mit klaren 15 Stimmen der Name „Seeperlen“ vor den anderen beiden Vorschlägen, die jeweils fünf Kreuze auf sich vereinigen konnten.

Nun obliegt es dem Stadtrat, ob die neue Einrichtung in Zukunft genau diesen Namen tragen wird. „Wir sind unter Zugzwang, denn der Fördermittelgeber als auch die Innenarchitekten möchten wissen, wie die Einrichtung künftig heißt“, sagte Bürgermeister Norman Klebe vor der Abstimmung am Dienstag. Die Geldgeber, um ihrem Projekt einen Namen geben zu können, die Bauleute, um gestalterisch tätig zu werden. Für Pitt Krüger, sachkundiger Bürger im Ausschuss, war die bisherige Vorgehensweise völlig undemokratisch. „Es hieß, die Elternvertreter sollten einen Namen finden und hatten ihn ja schon“, so Krüger. Dass der Stadtrat ihn schließlich ablehnte, sei trotz aller Begründungen zweifelhaft.

Auch wenn die Kuratorien den Eindruck vermitteln wollten, eine Sprache zu sprechen, gelang das am Dienstag nur ansatzweise. Von der Kita Linde war nur die stellvertrende Leiterin anwesend, bemerkte Andreas Koch. Er war froh, dass ein neuer Name gefunden wurde.

Von Harry Güssefeld

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