Autos illegal am Ufer / Grillen nicht überall erlaubt / Tiere an die Leine

Mehr Hundekot-Tüten und verstärkte Kontrollen

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Am Zugang zur Festwiese „Bleiche“ wird nicht nur darauf hingewiesen, dass Hunde an der Leine geführt werden müssen. Es gibt auch kostenfreie Tüten, um den Kot aufsammeln zu können. Der Bedarf wächst, wie die Stadtverwaltung feststellt.

Arendsee. Mit dem Auto ganz dicht an den Schilfgürtel fahren und von dort aus den Sonnenuntergang genießen. Dieses Szenario war vor einigen Tagen an der Waldheim-Brücke zu sehen, ist aber verboten und eine Folge von fehlenden Pollern.

Der Seeweg ist nur für Spaziergänger und Fahrradfahrer gedacht. Dies sehen offensichtlich aber nicht alle Besucher so. „Wir werden verstärkt kontrollieren. Auch am Wochenende“, kündigte Anja Schrader.

Die Leiterin des Haupt- und Ordnungsamtes ging im AZ-Gespräch auf weitere Regeln ein, die am Seeufer gelten. Dazu gehört: Grillen auf privaten Grundstücken ist erlaubt, bei öffentlichen Flächen muss er aber kalt bleiben. Dies hängt mit der Brandgefahr zusammen. Beliebter Bereich, um Würstchen und Steaks zuzubereiten ist trotz Verbot der Spielbereich der beliebten Badestelle „Quelle“. Einzige Stelle, wo öffentliche Feuer vorher angemeldet werden könnten, ist die Festwiese „Bleiche“. Dort gibt es eine extra befestigte Fläche. Traditionsfeuer werden dort alljährlich organisiert.

Ein weiteres Hauptaugenmerk des Ordnungsamtes liegt übrigens auf Hunden. Denn im vergangenen Jahr hat ein Hund im Arendsee einen Menschen gebissen. Darum wird umso mehr auf die Leinenpflicht gepocht. Etliche Schilder stehen an den Seeweg-Zugängen. Diese werden aber auch immer wieder ignoriert. „Wir haben festgestellt, dass es oft Urlauber sind, die sich nicht dran halten“, weiß Anja Schrader aus Erfahrung. Beim ersten Mal gibt es eine mündliche Verwarnung, danach muss mit einem Bußgeld gerechnet werden. Anja Schrader verweist auf besondere Angebote, die Arendsee vorhält. Dazu gehört der Hundestrand genauso wie die Pferdeschwämme nahe Zießau.

Nachrüsten will die Stadt in Sachen Tüten. An viel genutzten Stellen wie der Festwiese „Bleiche“ stehen solche Behälter zur Selbstbedienung. „Wir werden davon mehr anbieten. Der Bedarf ist da“, so Arendsees Vize-Bürgermeisterin. Es sei auch erkennbar, dass weniger Hundehaufen rum liegen. „Es geht aber noch besser“, ist Anja Schrader überzeugt.

Von Christian Ziems

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