Aber: Einige Dauercamper widersprechen der Aktion auf dem Campingplatz

Für mehr Gerechtigkeit: GmbH misst Parzellen aus

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Seit 2001 waren die Pachtgebühren auf dem Campingplatz nicht mehr verändert worden. Am 1. Januar gab es eine Steigerung von 15 Prozent. Parallel dazu wurden und werden die Parzellen neu vermessen.

Arendsee. Für Sonja Nowak von der Luftkurort-Arendsee-GmbH ist die Neuvermessung der Parzellen auf dem Arendseer Campingplatz längst überfällig. „Wir müssen für mehr Gerechtigkeit sorgen, und die Leute sollen auch nur das bezahlen, was sie an Fläche nutzen“, erzählt sie der AZ auf Nachfrage.

Die letzten Zahlen stammen aus dem Jahr 2001. Inzwischen haben einige der 300 Dauercamper ihre Fläche immer wieder leicht vergrößert. 

„Und nun ist es an der Zeit gewesen, den aktuellen Stand zu ermitteln“, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin der GmbH. Noch sei man damit nicht fertig, denn die Vermessung werde von Mitarbeitern der GmbH ausgeführt. „Nun ist es aber kein Geheimnis, dass einige Dauercamper diese Neuvermessung nicht anerkennen. Meistens natürlich dann nicht, wenn mehr Quadratmeter herauskommen, als bislang angesetzt“, so Sonja Nowak. Zumal seit dem 1. Januar neue Gebühren gelten. Um 15 Prozent wurden diese erhöht. „Wir müssen uns auch den Tatsachen stellen. Die Erhöhung wird aktuell schon wieder von den 20 Prozent höheren Müllgebühren aufgefressen“, erfährt die AZ.

In den Fällen, in denen eine kleinere Fläche ermittelt wird, bekommen die Leute eine Gutschrift, erläuterte Nowak. Im anderen Fall, bei mehr Quadratmetern, werde die Pacht rückwirkend erhoben.

Doch ein Streit sei nicht im Sinne des Erfinders, so die Mitarbeiterin der GmbH. Mit den Dauercampern, die in der Vermessung Probleme sehen, wolle man bei einem Vorort-Termin reden. Es bestünde auch die Möglichkeit, die Parzelle zu verkleinern. „Dann wird noch einmal vermessen“, so das Angebot der GmbH.

„Wir wollen nicht, dass es auf Dauer zu Problemen mit einem Teil der Dauercamper kommt“, heißt es weiter. Das Gespräch solle gesucht werden. „Keiner von den Mitarbeitern der GmbH ist daran interessiert, dass ein Dauercamper zu viel bezahlen muss“, sagt Sonja Nowak. Wenn Dauercamper sagen, das Vermessen sei nicht professionell, dann sei das nicht in Ordnung. Auch wenn eine GPS-unterstützte Vermessung sicherlich zeitgemäßer sei. Doch das koste alles Geld, das die GmbH nicht hat. „Ziel muss es sein, dass sich die Dauercamper auf dem Platz wohlfühlen. Und daran haben beide Seiten, die Camper und die GmbH, ein großes Interesse“, erklärt die Vize-Chefin. Für sie ist der Platz ohne Dauercamper nicht denkbar. Auch in Zukunft nicht, heißt es.

Von Harry Güssefeld

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