Nach der lang geforderten Reparatur ist der Ortsbürgermeister zufrieden

Mehr Festigkeit für Ritzlebens Dorfstraße

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Ortsbürgermeister Kurt Gabriel war sauer über den schlechten Zustand der Dorfstraße in Ritzleben. Die Wut ist etwas verraucht, denn nachdem das Foto entstanden war, rückten Fachleute an. Wie lange die Reparaturen halten, bleibt abzuwarten.

Ritzleben. Abgesackte Randbereiche, lockere Steine: Die Ritzlebener Dorfstraße wurde ihrem Namen vor einem Jahr kaum gerecht. Denn ein gefahrloses Befahren war kaum noch möglich.

Besonders schwierig wurde es, als die Bundesstraße 190 zum Bergen eines Tanklasters mehrere Tage gesperrt werden musste. Im April 2016 rauschten die schweren Gefährte im Minutentakt über die Fahrbahn, die einst für Pferdefuhrwerke gebaut worden war. „Die Straße ist eine Katastrophe“, war Bindes Ortsbürgermeister Kurt Gabriel, der in Ritzleben wohnt, sauer. Inzwischen hat sich seine Wut gelegt. Denn der Druck beim Land hat geholfen; Fachleute richteten die Straße wieder.

Monate später zeigte sich Kurt Gabriel zufrieden. Die Landesstraße 10 ist zwar nicht neu, aber zumindest wieder befahrbar. „Die Reparatur hat geholfen. Es ist besser geworden“, erklärte der Ortsbürgermeister im Gespräch mit der Altmark-Zeitung. Dennoch werden die Arbeiten nicht für die Ewigkeit halten, und Kraftfahrer immer noch kräftig durchgeschüttelt – für die Stoßdämpfer eine echte Belastungsprobe.

Für die L 10 gilt dasselbe Grundproblem wie für fast alle Landesstraßen der Region: Notwendige Grundsanierungen werden immer weiter nach hinten geschoben. Und wenn Firmen doch damit beauftragt werden, dann nur für wenige Kilometer. So wie zwischen dem alten Vissumer Bahnhof und dem Ortseingang. Dies ärgert Ortsbürgermeister Uwe Hundt immer wieder. Denn die Straße vom einstigen Bahnhof nach Ritzleben ist viel schlechter. Dafür sorgen nicht nur die Unebenheiten, sondern auch eine Fahrbahn, die schlichtweg zu schmal ist. Bei Gegenverkehr muss ein Kraftfahrer in den unbefestigten Seitenbereich.

In Ritzleben angekommen, ist es dann nicht viel besser. Durch das Kopfsteinpflaster ist an ein sanftes Fahren nicht zu denken. Auch wenn die Steine wieder fest liegen.

Das Regenwasserproblem wurde angepackt. Die Gosse war schief, das Wasser lief von den sanierten Gehwegen – darum kümmerte sich in der Vergangenheit die einst selbstständige Gemeinde Binde – nicht immer in die Gullys. Wie lange die Reparaturen halten, bleibt abzuwarten.

Von Christian Ziems

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