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Mechauer Ortsrat lehnt Solarparks auf Freiflächen ab

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Von: Jens Heymann

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Der Mechauer Ortschaftsrat beugte sich am Donnerstag im Dorfgemeinschaftshaus über die Pläne.
Der Mechauer Ortschaftsrat beugte sich am Donnerstag im Dorfgemeinschaftshaus über die Pläne. © Heymann, Jens

Die beiden Übersichtspläne über potenzielle Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der Einheitsgemeinde Arendsee wurden am Donnerstagabend vom Mechauer Ortschaftsrat auseinander- und einige Minuten später wieder zusammengerollt. Ebenso schnell hatten sich Ortschef Hartmut Baier, Heike Woitek und Mathias Bock (der Rest fehlte krankheitsbedingt) eine Meinung gebildet: keine Solaranlagen auf Ackerflächen. Einzige Ausnahme seien mögliche Projekte von Großbetrieb Jackon auf dessen Industrieland.

Mechau – Dabei wäre Photovoltaik im Mechauer Gebiet denkbar – entlang der Bahnlinie Arendsee-Salzwedel. Das wurde auch so am Sitzungsabend berücksichtigt. Dennoch: Die Landschaft solle nicht verschandelt werden, es gebe noch genügend Dächer. Die Aussagen decken sich mit denen, die auch schon in mancher anderer Arendseer Ortschaft gefallen sind.

Einen besonderen Grund könnte es dann aber doch geben: In Mechau war die Rede von einem einzelnen Windrad, das im Südosten des Dorfes für Jackon errichtet werden soll. Diesbezüglich wolle der Mechauer Rat keinen Konflikt herbeiführen. Im Gegenteil: Um von den Einnahmen zu profitieren, soll ein Dorfverein gegründet werden. Daraus solle kein Geheimnis gemacht werden, hieß es am Donnerstag während der Ratssitzung im Dorfgemeinschaftshaus.

Zurück zum Solargeschehen in der Einheitsgemeinde: Nach und nach sollen alle Ortschaften eine Stellungnahme dahingehend abgeben, was in Gemarkungen möglich sein soll. Nach Schrampe und Mechau in dieser Woche folgen demnächst Kaulitz, Rademin, Leppin, Kleinau, Fleetmark und Binde. Besonders Kaulitz, Binde, Kleinau und Leppin dürften interessant werden, denn dort gibt es laut Planer große Potenzialflächen.

Noch keine Aussage gibt es zu einer Stadtratsentscheidung, wie viel Fläche in Summe verfügbar gemacht werden soll. Der planerische Ausgangswert liegt bekanntlich bei maximal fünf Prozent, also rund 690 Hektar; vermutet wird jedoch eine geringere Flächengröße. Aus den Reihen der Arendseer Stadtpolitik war zu hören, dass es letztlich davon abhängen könnte, was die Ortschaften freigeben – plus einer gewissen Hektaranzahl als Puffer, um gewissermaßen handlungsfähig zu bleiben.

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